Das freie Wort

Gütesiegel für Lebensmittel

Ich freue mich, dass sich die „Kronen Zeitung“ mit ihrem Artikel über die Konsumententäuschung mit Lebensmittel-Gütesiegeln dieses wichtigen Themas angenommen hat. Jene Unternehmen und Konzerne, die ihre Produkte nicht mit echten bzw. unabhängig geprüften Biokontrollzeichen, wie zum Beispiel dem Bio-Austria-Siegel, zertifizieren lassen und stattdessen Pseudo-Öko-Labels verwenden oder erfinden, wissen genau, dass sie dadurch nur das eigene schlechte Gewissen beruhigen wollen. Genauso wie das ihrer uninformierten oder gutgläubigen Konsumenten. In Wahrheit ist dieses Greenwashing bestimmter Lebensmittelmarken nicht nur ein Betrug an uns Konsumenten, es schadet auch dem Image und den Betreibern seriöser Ökosiegel. Außerdem tarnt es Verbrechen, die weiterhin an den Ökosystemen und Menschen dieser Welt verübt werden. Wie etwa die Überfischung von Gewässern oder die Rodung von Regenwäldern, auch wenn diese oft geografisch weit entfernt sind. Unter dem Deckmantel der Umweltfreundlichkeit zerstören sie Lebensräume, Pflanzen, Tiere und Böden und damit auch die Gesundheit, den Frieden und Wohlstand anderer Gesellschaften. Pfui – wie pervers ist das denn? Gut, dass es Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace gibt, die nicht müde werden, solche Betrügereien aufzudecken und mit ihrem Gütezeichen-Check Orientierung geben, welche Lebensmittel-Siegel tatsächlich nachhaltig bzw. umweltfreundlich sind. Das alleine wird zwar nicht reichen, aber es ist zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung. Hoffentlich in Richtung Gesetzgebung, die diese Art der Konsumententäuschung in Zukunft verbieten wird.

Sabine Blöchl, per E-Mail

Erschienen am Fr, 29.6.2018

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