Umjubelt von unzähligen Menschen ist Jesus am Palmsonntag in Jerusalem eingezogen. Wenige Tage später haben zahlreiche Demonstranten Pontius Pilatus lautstark unter Druck gesetzt: „Ans Kreuz mit ihm!“ Höchstwahrscheinlich waren jene Leute, die ihre Liebe und dann ihren Hass öffentlich bezeugt haben, nicht dieselben. Aber vermutlich gab es solche, die keinen klaren Standpunkt hatten, jedoch aus Neugierde bzw. Sensationsgier bei beiden Anlässen dabei waren und sich nicht gegen die jeweilige Mehrheit stellen wollten, sondern durch deren Stimmung mitgerissen wurden und schwiegen. Die Anhänger Jesu einschließlich der Apostel haben, als er angeklagt und verurteilt wurde, nicht für ihn gekämpft, sondern sich selbst in Sicherheit gebracht. Petrus hatte Jesus bei dessen Verhaftung noch mit dem Schwert verteidigt, jedoch am nächsten Tag geleugnet, dass er ihn kennt. Die Parallelen zu den Ereignissen vor achtzig Jahren (erzwungener Anschluss Österreichs an Deutschland) sind auffällig. Innerhalb von Tagen, ja von Stunden hat sich die Haltung vieler Menschen verändert. Aus der Geschichte wissen wir, dass in allen Ländern bei Machtwechseln immer wieder Ähnliches geschehen ist. Man sollte daher der in dieser unglückseligen Zeit lebenden Eltern- und Großelterngeneration keine Vorwürfe machen. Die von Vranitzky erfundene historische Mitverantwortung des gegenwärtigen Österreich an den damaligen Ereignissen ist jedenfalls ungerechtfertigt und unverständlich. So verhalten sich keine anderen europäischen Politiker, obwohl es in allen im Machtbereich der Nazis befindlichen Regionen Verbrecher und Mitläufer gab!
Dipl.-HLFL-Ing. Hubert Brauenreiter, Klaus
Erschienen am Fr, 30.3.2018
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.