Ein großes Dankeschön an unsere neue Regierung und ihre, in dieser Sache hervorragend agierende, Außenministerin Dr. Karin Kneissl. Österreich ist, wie 9 weitere Staaten, nicht auf den „USA-NATO-EU-Karren“ aufgesprungen und hat sich nicht der Ausweisung russischer Diplomaten angeschlossen. Zu Recht, denn die britische Regierung kann oder will keine Beweise liefern, die die Schuld der russischen Administration belegen. Wo bleibt denn hier die, in unserer Zeit gar so stark beanspruchte Unschuldsvermutung? Hier geht es aber nicht um einen Einzeltäter, sondern im schlimmsten Fall um eine globale militärische Konfrontation. Übrigens sollte im Zusammenhang mit dem Doppelagenten Sergej Skripal auch nicht unerwähnt bleiben, dass jedes Schulkind um die Gefährlichkeit der Profession des Agenten und verschärfend eines Doppelagenten weiß. Äußerst lukrativ, aber eben auch sehr gefährlich. Über die Integrität derartiger Personen, die für Geld vertrauliche Unterlagen ihrer Regierungen preisgeben, sollte sich jeder Normalbürger sein eigenes Bild machen. Oder vielleicht ist es doch kein Zufall, dass die britische Regierung, die noch vor einigen Wochen wegen ihres Austrittsreferendums gescholten wurde, plötzlich von 16 EU-Staaten Unterstützung in dieser Sache erhält. Rein zufällig tauchen auch gerade jetzt Gerüchte auf, dass Facebook dieses Referendum beeinflusst haben könnte. Will man um jeden Preis dieses Votum des britischen Volkes kippen? Bei so vielen Fragen passt es allzu gut in unser westliches, leider sehr stark manipuliertes Weltbild, wieder einmal Russland als Aggressor darzustellen. Obwohl ein Blick auf die Veränderungen der europäischen Landkarte nach 1945 vielleicht so manchem Russlandkritiker die Augen öffnen sollte. Seit 2002 sind Bulgarien, Rumänien, die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten (Estland, Lettland und Litauen) vor der Haustüre Russlands NATO-Mitglieder geworden. Alles Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes bzw. der Sowjetunion. Und überall steht heute militärisches Gerät der westlichen Staaten. Wer wird also hier von wem bedroht, und wer ist der Aggressor? Angesichts dieser gefährlichen Situation ist Österreich sehr gut beraten, sich, nicht zuletzt aufgrund seiner „immerwährenden Neutralität“, auch wirklich neutral zu verhalten.
Alexander Neumann, Grünbach am Schneeberg
Erschienen am Fr, 30.3.2018
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