"In dieser Phase ist jedes Spiel ein Endspiel", war Rapid-Verteidiger Hannes Eder sichtlich erleichtert. "Wir mussten nachlegen, nachdem Salzburg gewonnen hat. Auswärts in Linz zu siegen, ist nicht so einfach", betonte der Tiroler, der aufgrund einer Seitenbandverletzung im Knie bereits in der ersten Hälfte ausgetauscht worden war. "Das Meisterthema kommt von allen Seiten, aber wir müssen uns auf die letzten drei Spiele voll konzentrieren. Wir haben jetzt zwei wichtige Heimspiele und können da einen sehr großen Schritt in Richtung Titel machen."
Auslosung spricht für Rapid als neuer Meister
In der Tat spricht die Auslosung in einem Punkt klar für die Wiener: Rapid tritt noch zweimal im Hanappi-Stadion (Austria Kärnten und Altach in der 34. und 35. Runde) an, Salzburg bestreitet nur mehr eine Partie auf dem heimischen Kunstrasen. In der 35. Runde ist die Wiener Austria in Wals-Siezenheim zu Gast. Und ausgerechnet gegen den regierenden Cupsieger hat der Meister in der laufenden Saison noch kein einziges Spiel gewonnen. Rapid dagegen fuhr sowohl gegen Kärnten als auch gegen Abschlussgegner Ried bisher drei Siege ein.
Grenzenlose Euphorie bei den grün-weißen Fans
Die selbst Bundesland-Grenzen sprengende Euphorie der Fans könnte ein weiterer entscheidender Faktor für die Hütteldorfer sein. "Steffen Hofmann hat mir gesagt, dass die Euphorie fast noch größer als im Champions-League-Jahr ist", zeigte sich Eder vom Anhang begeistert. "Erst als man in der Champions League gespielt hat, ist die Euphorie dann so gekommen."
Hofmanns Urschreie
Die Stimmungskurve bei Grün-Weiß zeigt jedenfalls steil nach oben. Bester Beweis dafür waren weniger die mahnenden Worte von Goalie Helge Payer ("Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben") denn der Freudenausbruch von Kapitän Hofmann, der mit markerschütternden Urschreien den Linzer Kabinengang erzittern ließ.
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