Grenzbalken weg, Zöllner weg, Soldaten weg - so sieht es aus an Österreichs Grenzen. An allen? Nein, in Deutschkreutz versperren immer noch so genannte Panzerigel den Weg zwischen Burgenland und dem ungarischen Harka. 25 Stück dieser 375 Kilo schweren X-Form-Stahltraversen stecken hier fest verankert in den Feldwegen, zwei Soldaten braucht es, um sie zu kippen.
Vergessen? "Ja!", sagt Bürgermeister Manfred Kölly wütend. "Die hätten schon vor zwanzig Jahren verschwinden müssen. Das ist jetzt eine europaweit einzigartige Situation."
Vergessen? "Nein!", sagt Bundesheer-Oberst Gerold Falch. "Wir haben zu allererst die Unterkünfte aufgelöst. Immerhin kostet das den Steuerzahler Geld. In der zweiten Phase werden jetzt die Panzerigel entfernt." Spezialkräne sollen sie im Februar aus Deutschkreutz herauskarren.
Wofür es die Igel dort überhaupt gab? "Im Kampf gegen die Schlepper", erklärt der Oberst. Und der Bürgermeister: "Noch so ein Unsinn! Links und rechts ist nur Feld. Da kann jedes Schlepper-Auto einfach daran vorbeifahren."
Symbolbild
Von Michael Pommer, Kronen Zeitung










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