Nach der Urteilsverkündung spielten sich im Verhandlungssaal dramatische Szenen ab. Während Richterin Martina Spreitzer-Kropiunik dem Ex-Politiker die Rechtsmittel erteilen wollte, sackte dieser zusammen. Seine Ehefrau und zwei Sicherheitskräfte eilten ihm zu Hilfe. "Ein Kreislaufzusammenbruch", murmelte der sichtlich gezeichnete Wolfgang F., ehe er zu Boden sank.
Keine massiven Probleme
Nach dem Zusammenbruch des Ex-FPÖ-Bezirksrates dauerte es Minuten, ehe aus der angrenzenden Justizanstalt Wien-Josefstadt die von der vorsitzenden Richterin angeforderte ärztliche Hilfe zur Stelle war. Währenddessen kümmerten sich zwei Wachebeamte, die Ehefrau des Ex-Politikers und eine Rechtspraktikantin um Wolfgang F., der ständig bei Bewusstsein und auch ansprechbar war.
Bei Eintreffen des Ärzteteams hatte sich der 56-Jährige wieder so weit erholt, dass er aufstehen und wenn auch unsicher, so doch auf eigenen Beinen vorzeitig den Saal verlassen konnte. Während die Richterin die Verhandlung zu Ende brachte, wurde Wolfgang F. in die Krankenabteilung des Landesgerichtlichen Gefangenenhauses geführt, wo ihm weitere medizinische Betreuung zu Teil wurde. Dem Vernehmen nach soll es sich um keine massiven oder gar lebensbedrohlichen gesundheitlichen Probleme handeln.
Teilnahme an der "Holocaust-Konferenz" in Teheran
Nach Angaben des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW) war Wolfgang F. im Dezember 2006 auch Teilnehmer bei der so genannten "Holocaust-Konferenz" im Iran. Teheran behauptete damals, im Rahmen der Konferenz "das wahre Ausmaß der Judenermordung durch die Nazis" herausfinden zu wollen. Die Konferenz wurde international scharf kritisiert.










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