Hilfeschreie gehört

Skiwanderer nach Sturz aus Schlucht befreit

Österreich
13.01.2008 20:05
Dramatische Rettungsaktion auf dem Göller im niederösterreichischen St. Aegyd am Neuwald: Ein 48-jähriger Skiwanderer hatte sich verirrt und war in eine tiefe Schlucht gestürzt. Dass er befreit werden konnte, verdankt er zwei Landwirten, die seine Hilfeschreie (durch starken Wind begünstigt) aus drei Kilometer Entfernung hörten.

"Ich ging gerade durch den Hof, als ich aus weiter Entfernung ganz leise Schreie hörte", erzählt Landwirt Johann Gstettner (49) im Gespräch mit der "Krone". Sofort verständigte er seinen Sohn Michael, der mit seinem Traktor in Richtung Schindlergraben ausrückte.

Dort entdeckte der Jungbauer den verunglückten Skiwanderer - bewegungsunfähig und zitternd. Gemeinsam mit 23 alarmierten Helfern der Bergrettung gelang es dem 24-Jährigen, den Tourengeher zu bergen.

Einsatzleiter Alexander Kienbichl: "Der Skiwanderer hatte Riesenglück. Sein Mobiltelefon funktionierte nämlich nicht - hätte es zu dem Zeitpunkt nicht einen kräftigen Föhnsturm Richtung St. Aegyd gegeben, wären die Hilfeschreie von ihm ungehört geblieben."

Der 48-Jährige wurde in die Klinik Lilienfeld eingeliefert und befindet sich auf dem Weg der Besserung.

von Gregor Brandl, Kronen Zeitung; Symbolbild

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