09.01.2008 13:48 |

Feurige Bilanz

Feuerwehr hat 2007 rund 1.700 Menschen gerettet

Der Landesfeuerwehrverband Steiermark hat am Dienstag in Graz seine Bilanz des vergangenen Einsatzjahres vorgelegt. Dabei nahm der Verband auch zum Vorschlag von SPÖ-Klubobmann Walter Kröpfl Stellung, wonach die Kosten für erweiterte Brandschutzsicherungen, die mit dem Fall des "Hochhausparagrafen" nicht mehr verpflichtend sind, aus dem Topf der Wohnbauförderung genommen werden sollten: Dem Verband sei im Prinzip egal, mit welchem Modell finanziert werde. In der Hauptsache müsse die Sicherheit gesteigert werden.

Die 775 steirischen Feuerwehren mussten 2007 insgesamt zu 43.741 Einsätzen ausrücken - davon 7.992 Brände (plus 200 gegenüber 2006) und 35.749 technische Hilfeleistungen (plus 2.300 gegenüber 2006). Der Anstieg der Einsätze entspricht einer Zuwachsrate von rund sechs Prozent, wobei als Ursache für die vermehrten Brandeinsätze vor allem Wald- und Flurbrände genannt wurden. Bei den Hilfeleistungen seien vor allem mehr Straßen- und Kanalreinigungen zu leisten gewesen, erklärte der Landesfeuerwehrkommandant Albert Kern. In rund 5,83 Mio. Einsatzstunden konnten 1.723 Menschen aus Zwangslagen und Sachwerte von rund 175 Mio. Euro gerettet werden.

Erste Frau als Kommandant
Das neue Jahr brachte für die Feuerwehren Neuerungen: So können seit 2008 Jugendliche ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr beitreten, sofern die örtlichen Feuerwehren das ermöglichen. 2007 fanden zum ersten Mal landesweit einheitliche Kommandanten-Wahlen statt. Dabei wurde erstmals einer Frau, Lucia Steinbauer (Bild) von der Freiwilligen Feuerwehr St. Kathrein am Offenegg (Bezirk Weiz), das Kommando übertragen. Sie ist somit die erste in Österreich geprüfte und gewählte Feuerwehr-Kommandantin.

Für den im Frühjahr beginnenden Bau der Landesalarmzentrale "Florian Steiermark" in Lebring (Bezirk Leibnitz) werden seitens des Landes Steiermark rund 600.000 Euro für bauliche Maßnahmen aus dem Budget 2008 zur Verfügung gestellt. Noch beschlossen werden müssen rund 4,5 Mio. Euro, die in den kommenden Jahren in die technische Aufrüstung der Zentrale fließen sollen, erklärte der Kommandant. Die Zentrale soll dem steigenden Einsatzaufkommen und den "immer komplexer werdenden Anforderungen" gerecht werden.

Feuerwehr wurde "kalt abserviert"
In Bezug auf den Ende des vergangenen Jahres gefallenen "Hochhausparagrafen", durch den umfangreiche bauliche Brandschutzmaßnahmen vorgeschrieben worden waren, zeigte sich der Landesfeuerwehrverband betroffen: Man sei "kalt abserviert" worden. Landesrat Johann Seitingers (ÖVP) Aussage, wonach kein anderes Bundesland derart strenge Maßnahmen vorschreibe, kommentierte man seitens des Verbandes dahingehend, in einem Bundesland müsse man "ja gescheiter sein".

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