Die Anklage lautet auf versuchte Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauch von Unmündigen. Dem Mann drohen im Fall eines Schuldspruchs bis zu 20 Jahre Haft. Sollte er gegen die Anklageschrift keinen Einspruch erheben, dürfte der Schöffenprozess im kommenden März über die Bühne gehen.
Der 27-Jährige hatte zuletzt wegen einer Reihe von Einbruchsdiebstählen in der Justizanstalt Hirtenberg eine längere Freiheitsstrafe verbüßt. Als das Ende seiner Haftzeit näher rückte, bekam er einen sogenannten Entlassungsvollzug gewährt: Zur Vorbereitung auf das "Leben danach" durfte er das Gefängnis verlassen, um sich nach einem Job und einer Wohnung umzusehen.
Täter nutzte Entlassungsvollzug zu Sex-Attacke
Diese Gelegenheit nützte er, um sich zur Mittagszeit in der Volksschule Kindermanngasse umzusehen und nach Unterrichtsschluss über eine Sechsjährige herzufallen. Laut Anklage entkleidete er sein völlig verschrecktes Opfer auf der Toilette und zwang das Kind zu geschlechtlichen Handlungen.
Weil das Mädchen zur vereinbarten Zeit nicht vor dem Schulgebäude erschien, hielt die Mutter, die es abholen wollte, Nachschau. Eine Lehrerin entdeckte die Kleine schließlich auf dem Mädchen-WC. Vom Täter fehlte jede Spur, doch war zuvor in der Schule ein ungepflegt wirkender Mann aufgefallen, den die Pädagoginnen weder dem Personal noch den Eltern zuordnen konnten. Die Polizei ließ ein Phantombild erstellen, das in mehreren Zeitungen veröffentlicht wurde.
Rezeptionistin erkannte Verdächtigen beim Einchecken
Als der 27-Jährige am nächsten Tag in einem Hotel einchecken wollte, erkannte die Rezeptionistin in ihm den gesuchten Sex-Täter. Sie verständigte umgehend die Polizei. Nach seiner Festnahme gestand der Mann, der bereits ein Mal wegen eines sexuell motivierten Übergriffs auf ein Mädchen angezeigt, aber mangels an Beweisen nicht weiter verfolgt worden war, bereits vor drei Jahren eine Volksschülerin überfallen zu haben.









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