"Wir sind um elf Uhr zu einer Inselrundfahrt gestartet, dabei mehrmals an Land gegangen, haben gegessen und Bier und Wein getrunken", erinnert sich der "Käptn". Am Abend sollte im Quartier weiter gefeiert werden, wegen des Lärms, der dabei entstand, regten sich aber Nachbarn auf. "Da haben wir beschlossen, auf's Meer hinaus zu fahren. Dort konnten wir die Musik so laut aufdrehen, wie wir wollten."
Wie es zum Unfall kam, weiß keiner mehr so ganz genau. "An Bord wurde getanzt, da dürfte mich jemand gestoßen haben und ich bin gegen den Gashebel gestürzt", vermutet der 37-Jährige, der am Dienstag in Graz vor Gericht stand.
Die "Kristina" krachte Sekunden später gegen die Uferfelsen der Insel Skoljic. Zwei Insassen wurden dabei schwer, drei leicht verletzt. "Saufen ist auch für Bootsfahrer kein Kavaliersdelikt mehr", wettert Richter Helmut Wlasak. Vier Monate bedingt und 3600 Euro als Geldstrafe setzt es für den "Kapitän". Das Dicke Ende kommt aber noch. Bootsverlust und Schmerzensgelder dürften ihn wohl weitere 30.000 Euro kosten.
Werner Kopacka









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