Dieser Appell Gusenbauers kommt fast genau ein Jahr nachdem die rot-schwarze Koalition am 11. Jänner 2007 angelobt worden ist. Ein Appell, der dem Wunsch von Bundespräsident Heinz Fischer nach „mehr Gemeinsamkeit und an einem Strang ziehen“ entspricht.
Gusenbauer zieht positive Bilanz
Im „Krone“-Gespräch verwies Gusenbauer am Donnerstag auf die einjährige Regierungsbilanz, wobei er insbesonders den Rückgang der Arbeitslosigkeit, 1000 Euro Mindestlohn („darüber streiten sie in Deutschland noch immer“), die zweimalige Erhöhung der Mindestpensionen („in anderen Ländern keine Selbstverständlichkeit“) und die Deckelung der Rezeptgebühr für sozial Schwache hervorstrich.
Gusenbauers Resümee: „Es wäre besser, diese Bilanz in den Vordergrund zu stellen, als immer wieder zu streiten. Streitereien sind nicht gut für das Land.“
Dem Appell folgte ein neuer Streit
Inwieweit der Appell Gusenbauers auf fruchtbaren Boden fällt, bleibt abzuwarten. Große Skepsis ist insofern angebracht, als sich die Streithanseln vom Dienst, SPÖ-Kalina und ÖVP-Missethon, in der Diskussion um das Pflegemodell samt „Amnestie Ja oder Nein“ erneut in die Haare gerieten. Darüber hinaus wurde wechselweise gestichelt, dass Gusenbauer bzw. Molterer ihre eigenen Leute nicht im Griff hätten.
Peter Gnam / Kronen Zeitung
Foto: Gerhard Gradwohl









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