Das "aktuelle" Kommunikationsnetz der Wiener Rettung ist zehn Jahre alt. Und ob das neue, geplant für die High-Tech-Leitzentrale, im Sommer in Betrieb geht, kann noch niemand mit Sicherheit sagen. Denn: "Einige benötigte Teile können wegen technischer Probleme nicht planmäßig ausgeliefert werden", lässt die zuständige MA14 ausrichten.
"Wir wollen, dass die Zentrale rechtzeitig fertig wird", so Chefarzt-Stellvertreter Bernhard Segall von der Rettung. Und wenn nicht? "Dann schaffen wir die EM mit dem alten Funk."
Doch genau das bezweifeln langjährige Sanitäter: In Extremsituationen, ob Hitzewelle oder Silvester, haben die Retter auf der Straße Pannen und Engpässe auszubaden. Kommunikationsstörungen da, zu wenig Fahrzeuge dort. Ein einziger Funkkanal für 70 Wagen beim EM-Spektakel - einen solchen Kommunikations-GAU wie zu Silvester wollen sich die Retter erst gar nicht ausmalen.
Ein Insider: "Unsere Chefs, Alfred Kaff und Bernhard Segall, bemühen sich seit Jahren um mehr Personal und mehr Autos. Sie stoßen aber im Rathaus auf Widerstand und auf taube Ohren. Viele dort haben von der Rettung und der anstrengenden Schichtarbeit keinen blassen Dunst."
Von M. Pommer, Kronen Zeitung









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