26.12.2007 21:42 |

Letzte Sperre bricht

Erdrutsch in Gmunden "einen Steinwurf entfernt"

Beim Erdrutsch im Gschliefgraben in Gmunden in Oberösterreich hat sich die Lage am Mittwoch „zugespitzt“, wie Bürgermeister Heinz Köppl nach einer Begehung und mehrstündigen Besprechung mit Experten der Wildbachverbauung bekannt gab. Jetzt weise auch die vorletzte Sperre zur Traunsteinstraße Haarrisse auf. Damit hätten die Erdmassen bald das Ufer erreicht, so Köppl.

Zwar sei der Erdrutsch im Vergleich zu den vergangenen Tagen nicht schneller geworden, allerdings mit Beginn des Bruches der vorletzten Sperre in bedenkliche Nähe zur Traunsteinstraße gerückt. In einer am Mittwoch abgehaltenen Besprechung seien von den Experten der Bau von Entlastungsrinnen in so genannten Schlitzen beschlossen worden. Diese werden in Längsrichtung zehn Meter lang „so tief wie möglich“ in den Hang gegraben und mit Kies ausgefüllt, um nicht von den Erdmassen zugedrückt zu werden.

Massen nur noch „einen Steinwurf“ entfernt
„Das Problem ist, dass jede Maßnahme, die wir setzen, eine Gegenreaktion des Hanges auslöst“, so Köppl. Um die Helfer und angrenzenden Häuser im Bereich der Traunsteinstraße nicht zu gefährden, sollen ab Donnerstag über fünf Hektar Wald geschlägert werden. Für diesen Tag ist auch eine weitere Probebohrung in eine Tiefe von rund 50 Metern vorgesehen, die wieder Aufschlüsse über die Beschaffenheit des in Bewegung geratenen Untergrundes in Ufernähe bringen soll. „Die Massen sind nur noch einen Steinwurf vom Ufer entfernt“, sagte Köppl.

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