„Auch das ist eine Familie", meinte die Grüne und stellte den Journalisten bei einer Pressekonferenz am Mittwoch ein lesbisches Paar mit einem zweijährigen Kind zur Untermauerung ihrer Forderungen vor. Sowohl das Ansuchen um gemeinsame Obsorge als auch um eine Stiefkindadoption durch die nicht leibliche Mutter seien ihnen von den Behörden verwehrt worden, erzählten die beiden Frauen.
In den Bescheiden sei auf notwendige gesetzliche Änderungen verwiesen worden, erläuterte Lunacek. Derzeit gebe es für den nichtleiblichen Elternteil „Null-Rechte“ etwa im Fall von Grundsatzentscheidungen im Spital, im Kindergarten oder in der Schule, so die Kritik weiter. Außerdem falle das Paar um den zweiten Karenzanspruch und damit um einen Teil des Kindergeldes um.
Empörung über Zeremonien-Vorschlag
Empört gab sich Lunacek einmal mehr über die Vorschläge von VP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer. Dieser hatte gemeint, eine Zeremonie auf dem Standesamt könnte für gleichgeschlechtliche Paare entfallen. „Wie kommt er dazu, zu sagen, Homosexuelle sollen lieber im privaten Kämmerlein heiraten?“, so Lunacek auf der Pressekonferenz vor einem Standesamt im 8. Bezirk in Wien. SPÖ-Justizministerin Maria Berger und ÖVP-Familienministerin Andrea Kdolsky haben eine Arbeitsgruppe zu den Eingetragenen Partnerschaften eingesetzt. Bis Jahresende soll diese konkrete Vorschläge ausarbeiten.
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