Was ihn dazu bewogen hat, so viel Geld für ein paar Minuten Glückseligkeit auszugeben? "Ich war schon auf allen Kontinenten, ob Afrika, Asien oder Amerika. Ich hab Australien mit dem Ayres Rock gesehen und wollte unsere Welt aus einer anderen Perspektive erleben", kommt die Antwort des Österreichers - so schnell wie der atemberaubende Flug der Kapsel, die ihn zunächst auf 15.000 Meter bringen wird. Früher hat Haider auf Weltreisen gespart, diesmal war’s die Reise ins All. Bezahlt habe er übrigens auch schon.
Klar, dass Angst für den ledigen Wiener ein Fremdwort ist und dass er einen Gesundheitscheck über sich ergehen lassen wird. Ebenso muss Haider nach Amerika zur Schulung: "Man wird auf den Ausflug ins All gründlich vorbereitet."
135.000 Euro für ein paar Minuten Schwerelosigkeit
15 Kilometer über unserem Planeten zündet die Trägerrakete und katapultiert den Extrem-Touristen in 90 Sekunden auf 110.000 Meter. Sicher nicht jedermanns Sache. Virgin-Manager Bernhard Stingl: "Dann schwebt er im freien Fall durch das All." - Wie einst Major Tom: völlig losgelöst von der Erde...
Für ein paar Minuten wird Haider Schwerelosigkeit - für geübte Astronauten Routine - erleben, ebenso einen unbeschreiblichen Ausblick in die endlose Weite des Weltraums. "1.500 Kilometer in jede Richtung", verspricht Stingl. Insgesamt haben laut Veranstalter Virgin-Galactic etwa 260 Abenteuerlustige "Bungeejumping im All" gebucht. Und 35.000 spielen mit dem Gedanken, Geld in ein Weltraumabenteuer zu investieren.
Virgin denkt an die Zukunft. Die internationale Raumstation umrundet die Erde in 45 Minuten: "Wenn man diese nützt, wären Flüge von London nach Sydney in zwei Stunden möglich", heißt es.
Von Harold Pearson, Kronen Zeitung










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