Viren-Humbug

Experten warnen vor Panikmache bei Handyviren

Elektronik
27.11.2007 11:48
Kaum war das iPhone von Apple im Handel, schon gab es die ersten Warnungen vor möglichen Viren. Die Experten der IT-Sicherheitsfirma "G Data" kamen bei der Untersuchung der Risiken für das iPhone und Symbian-Smartphones aber zu dem Ergebnis, dass die Gefahren in Wahrheit verschwindend gering sind. "Zum jetzigen Zeitpunkt von einer realen Gefahr zu sprechen, halten wir für marktpolitisch begründete Panikmache", erklärte G-Data-Vorstand Dirk Hochstrate.

Für die Malware-Industrie seien Handys und Smartphones de facto keine lohnenden Ziele, erklärt G Data. Für Symbian, die am meisten verbreitete Smartphone-Plattform, konnten die G-Data-Experten in den vergangenen zwölf Monaten nicht mehr als 23 neue Schadprogramme ausmachen. Für die Entdeckung der gleichen Anzahl Windows-basierter Schädlinge vergehen gerade einmal 2,5 Stunden.

Online-Kriminelle seien zwar immer auf der Suche nach neuen Einnahmequellen, Smartphones seien aber nach Einschätzung von G Data weiterhin nicht lukrativ genug. Der Aufwand für professionelle Malware-Autoren stehe in keinem Verhältnis zu möglichen Gewinnen. Das Unternehmen verweist dabei auch auf die sinkende Zahl von Viren für Smartphones: Nach 145 im Jahr 2005 waren es 2006 nur noch 73 und in diesem Jahr erst 23, zu erwarten seien höchstens 26.

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