Ursprünglich hätte der Vortrag "Der 'rechte' Weg für Europas Städte" im Heimatsaal stattfinden sollen, allerdings hatte der für diese Landesräumlichkeit zuständige Landeshauptmann Stellvertreter Kurt Flecker die Veranstalter kurzfristig "hinauskomplimentiert", weshalb man in das Haus mit den Räumen der "Akademischen Sängerschaft Gothia" auswich. Die Demonstranten machten den Ortswechsel mit, obwohl laut Einsatzleiter die Demo eigentlich für den Bereich Heimatsaal angemeldet war, und skandierten Parolen wie "Nazis raus" oder sangen das Anti-Neonazi-Lied "Schrei nach Liebe" von der Gruppe "Die Ärzte".
Vor der Eingangstür zum Gothenhaus hatten sich einige Manifestanten niedergelassen, um Besucher an der Teilnahme des Vortrags zu hindern. Gegen 19.30 Uhr waren Polizisten und Demonstranten aneinandergeraten, wobei es zu einigen Festnahmen, mindestens drei an der Zahl, gekommen war. Etwa eine halbe Stunde später erklärte der Einsatzleiter, dass die heiße Phase wohl vorüber sei. Der frühere FPÖ-Bürgermeisterstellvertreter Peter Weinmeister diskutierte kurz mit den Demonstranten, "bewacht" vom FPÖ-Gemeinderat Harald Korschelt. Wiederum eine halbe Stunde später begann sich die Demonstration langsam aufzulösen. Ein Teil der Aktivisten marschierte zum Polizeiwachzimmer Finanz, wohin angeblich einige der laut Einsatzleiter wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt Festgenommenen gebracht worden waren.
Durch die Manifestation waren der öffentliche Verkehr und der Autoverkehr in der Leonhardstraße blockiert, zwei Tramlinien mussten mit Ersatzbussen geführt werden.










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