Und Barbara Schönberger macht ihre Sache wirklich gut. Im Chansonstil liefert sie die weibliche Antwort auf Roger Cicero und nimmt das männliche Geschlecht witzig und mit einer Portion Zynismus unter die Lupe.
"Männer muss man loben", heißt die erste Single, die sie nach einer erfolgreichen Tour mit kleiner Bigband durch Deutschland im Oktober herausbrachte. "Ich finde, dass Männer ein interessantes Forschungsobjekt sind. Mit Männern ist es zwar definitiv schwieriger, aber ohne sie ist es noch schwieriger", lacht die 33-Jährige im krone.at-Interview.
Warum eigentlich Chanson? Schöneberger: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Gitarrenpop mache oder moderne Sachen singe. Ich sehe mich eigentlich nur in diesem Genre. Die Art der Musik passt zu mir und vor allem zu den Texten, die ich singe."
"Ein Schwein kannste ja auch nicht Ballett tanzen schicken..."
Können Männer "Frauenversteher" sein? "Also ich habe ein Exemplar, das absolut männlich ist und weit vom Frauenversteher entfernt. Aber ich weiß, dass es nicht unmöglich ist, dass ein Mann so etwas zu tun vermag. Mann kann's ihm aber schwer beibringen, er muss schon die richtige genetische Veranlagung dazu haben. Ein Schwein kannste ja auch nicht so einfach Ballett tanzen schicken", sagt sie.
Fragt sich, wer nun das schwächere Geschlecht ist? "Ich glaube, dass das beide Geschlechter nicht mehr voneinander behaupten. Es stimmt schon, wir Frauen frieren oft, haben unsere Stimmungsschwankungen. Aber ich glaube, dass wir mit Stress zum Beispiel viel besser umgehen können als Männer", sagt Barbara Schöneberger, die das zweifelsohne wissen muss. In ihrer Karriere als Moderatorin hat sie vom Frühstücksfernsehen über die Late-Night-Talkshow bis hin zu privaten Firmenevents schon beinahe alles moderiert. Noch dazu ist sie nicht selten Gast in Comedyshows ("Blond am Freitag"), wo sie ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellt.
Ein Mann an ihrer Seite hat es sicherlich nicht einfach, zumal Frau Schöneberger nach eigenen Angaben auch gerne mit Humor streitet und sich nicht allzu ernst nimmt: "Auf einer gewissen emotionalen und beziehungsmäßigen Ebene fühle ich mich stärker als ein Mann. Ich mag aber die Schwächen der Männer. Auf der einen Seite regieren sie die Welt und im nächsten Moment liegen sie zusammengerollt neben dir und haben zwei unterschiedliche Socken an."
Körperrasur als "Negierung der Sexualität"
Und obwohl sie Männern gnadenlos ihre Überlegenheit vor Augen führt, hat die 33-Jährige ihre "Exemplare" trotzdem gern "männlich". Auf die Frage, ob denn alle Männer im Sitzen pinkeln und sich die Brust rasieren sollen, sagt sie entrüstet: "Nein, um Gottes Willen! Das Rasieren von Körperbehaarung ist für mich die Negierung der Sexualität - das meine ich wirklich ernst! Frauen, die möchten, dass sich ein Mann jedes Haar vom Körper entfernt, die kannste gleich mit einer Roboterpuppe ins Bett legen. Das hat doch einen Grund, dass einem Haare wachsen. Schon allein, weil sich Geruch darin so schön fängt. Wer schon einmal mit Schnupfen Sex hatte, weiß, dass das nur die halbe Erfahrung ist." Zum Glück braucht man die Nase nicht zum Musikhören, darum:
8 von 10 haarigen Sachen
Von Christoph Andert & Franziska Trost









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