Hauptgrund für die Top-Personalie in der fünftgrößten Bank des Landes: Nowotny soll im Herbst 2008 an die Spitze der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) rücken.
Dem Vernehmen sollen für den scheidenden Bankchef allerdings auch einige Entscheidungen des neuen Eigentümers in den vergangenen Wochen ausschlaggebend gewesen sein, schon ein paar Monate früher den „Exit“ zu wählen, also seinen Vertrag aufzulösen. Seit Mai ist die BAWAG Teil des Cerberus-Imperiums.
Zwei Jahre lang hat der als Sanierer nach dem Spekulationsskandal ins Haus geholte Nowotny die BAWAG PSK durch die größte Bankenkrise in der österreichischen Nachkriegsgeschichte gesteuert und den Verkauf an den US-Fonds Cerberus im heurigen Mai begleitet. Ab Jänner 2008 führt der von Cerberus nach Wien geschickte derzeitige „Spezialberater“ Roberts als neuer Vorstandschef die Bank.
Großer BAWAG-Ausverkauf beginnt
Viel schneller als gedacht hat Cerberus indes mit dem Abverkauf von Vermögenswerten und Beteiligungen begonnen, der in den nächsten Monaten wie berichtet in Summe rund 1,5 Milliarden Euro in die BAWAG-Kassen spülen soll. Neben bekannten Verkaufskandidaten (Bösendorfer, Stiefelkönig) sowie den wichtigsten Bank-Immobilien (inklusive Zentrale in Wien) stehen auch der mehrere hundert Millionen schwere Lotto-Anteil der Bank sowie zwei Ostbankentöchter zur Veräußerung. Zum überraschenden Verkauf der beiden Ostbanken sollen Aufsichtsratsgremien und Mini-Miteigentümer unterschiedlich tief eingeweiht worden sein.










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