Mo, 12. November 2018

Fußball-Derby

22.10.2007 08:07

Wasserwerfer, Tränen und Blut!

Vermummte Fußball-Hooligans, weinende Kinder – und mittendrin ein Einsatz-Kommandant der Polizei, der ob verletzter Kollegen den Befehl gab, gegen den tobenden Mob mit Wasserwerfer und Pfefferspray vorzugehen. Was nach dem 3:0-Sieg von Ried im Fußball-Derby gegen den LASK auf das völlige Unverständnis all jener Normalo-Fans stieß, die unschuldig zum Handkuss kamen.

Ein Vater trug sein weinendes Kleinkind im LASK-Trikot aus dem von der Polizei umstellten Bereich. Andere fragten nach Wasser, um sich die vom Pfefferspray gereizten Augen auswaschen zu können…

„Das war eine völlig überzogene Polizeiaktion, die üben wohl schon für die EURO“, hörte man von allen Seiten. Während der Einsatz-Kommandant der Polizei, August Weidenholzer, von den „schlimmsten bisherigen Ausschreitungen in Ried“ und von „Krieg“ sprach.

Der laut Weidenholzer von rund 80 bis 100 LASK-„Fans“ angezettelt worden war, die sich zehn Minuten vorm Abpfiff auf den Stadion-Parkplatz begaben, sich vermummten, aus ihren Bussen Steine und Bierflasche holten und damit Beamte am Ausgang bombardierten, von denen zwei blutend zu Boden gingen. Und die auch in den Gäste-Toiletten so heftig wüteten, dass sich der Sachschaden noch nicht einmal annähernd abschätzen lässt.

Den Vorwurf, dass die Polizei durch den Einsatz des Wasserwerfers diese Gewaltakte eher provoziert als eingedämmt habe, weist Weidenholzer von sich: „Wären wir mit Schlagstöcken vorgegangen, hätte es Knochenbrüche und Dutzende Verletzte gegeben.“

 

Foto: Ernst Vitzthum

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