16.07.2007 13:15 |

"Selecao" souverän

Brasilien gewinnt Copa América mit 3:0 im Finale

Die Nationalelf von Brasilien ist weiterhin die Nummer Eins im Fußball des amerikanischen Kontinents. In Venezuela verteidigte die "Selecao" am Sonntagabend den Titel des Meisters der Copa América durch einen überzeugenden 3:0 -Sieg im Endspiel über den Erzrivalen Argentinien.

Der Sieg der Brasilianer war vor 45.000 Zuschauern Stadion "José Pachencho Romero" auch in der Höhe verdient. Selbst ohne die großen Stars wie Kaká und Ronaldinho, die beide vor dem Turnier um "Sonderurlaub" gebeten hatten, waren die Männer im kanariengelben Trikot abgeklärter als die Argentinier.

Frühe Führung
Dabei half auch die frühe Führung: Julio Baptista kam in der 3. Minute nach langem Pass von Elano am linken Strafraumeck an den Ball und erzielte mit einem fulminanten Schuss in den rechten Torwinkel das 1:0. Die Argentinier hatten zudem beim 2:0 Pech. Abwehrroutinier Roberto Ayala grätschte in der 39. Minute in eine Flanke von Daniel Alves und lenkte den Ball ins eigene Tor. Alves machte dann mit seinem Tor in der 69. Minute alles klar. Die Brasilianer beherrschten das Spiel vor allem dank enger Deckung, früher Störung des Gegners und schneller Konterattacken.

Es war ein Finale der "Namenlosen", denn sowohl Stürmerstar Robinho auf brasilianischer Seite wie Spielmacher Juan Riquelme und Jungstar Lionel Messi bei den Argentiniern konnten sich kaum in Szene setzen. Bei Brasilien glänzten dafür Mittelfeld-"Motor" Julio Baptista, der jüngst zum AS Rom gewechselte Abwehrmann Juan sowie Außenläufer Daniel Alves.

Favorit Argentinien scheitert
Vor dem Finale galt Argentinien sogar nach Meinung der meisten brasilianischen Medien und Fans als Favorit. Die "Albiceleste" hatte alle fünf Turnierspiele gewonnen und dabei 16:3 Treffer erzielt. Brasilien dagegen hatte unter anderem gegen Mexiko (0:2) verloren und stand im Elfmeterschießen im Halbfinale gegen Uruguay (5:4, 2:2) zeitweilig mit einem Bein draußen. "Man hat uns unterschätzt, aber wir haben auf dem Rasen die Antwort gegeben", sagte Baptista.

Der fünffache Weltmeister wiederholte in Venezuela den Triumph der letzten Copa 2004 in Peru. Damals war im Finale ebenfalls Argentinien der Gegner. Vor drei Jahren setzte sich Brasilien allerdings erst im Elfmeterschießen (4:2, 2:2) durch. Außerdem hatte Brasilien gegen Argentinien auch im Endspiel des Confederations Cup 2005 in Deutschland (4:1) die Oberhand behalten. Mit dem Triumph bei der Copa América qualifizierten sich die Schützlinge von Carlos Dunga außerdem für den Confederations Cup 2009 in Südafrika. Argentinien wartet unterdessen weiter auf den ersten internationalen Titelgewinn seit 1993.

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