Mi, 24. April 2019
06.12.2017 00:01

Er ist der Gute

BMW i3s: Echt umweltfreundlich, endlich sportlich

"Warum nicht gleich so?", möchte man fragen, denn mit der Modellüberarbeitung des BMW i3 stellen die Münchner ihrem Elektromobil eine versportlichte Variante zur Seite, den BMW i3s. Der fährt sich richtig BMW-like! Breitere Spur, tiefergelegtes Sportfahrwerk und mehr Leistung, mehr Reichweite als früher sowieso. Geht doch!

Wobei: An Leistung hat es dem BMW i3 nie gemangelt. Ob er 170 oder 184 PS hat, 250 oder 270 Nm, das ist angesichts des geringen Gewichts und der vollen Power ab der ersten Motorumdrehung fast egal. Aber BMW hat es anfangs etwas mit der Umweltfreundlichkeit übertrieben. Provokant gesagt hatte der i3 serienmäßig rollwiderstands- und haftungsreduzierte Fahrradreifen. Spaßig zu fahren war er irgendwie trotzdem.

Was schon immer, also seit 2014 für den BMW i3 spricht: Er ist wahrscheinlich das einzige nachhaltig gebaute Elektroauto und damit das einzige, das man wirklich als mehr oder weniger umweltfreundlich bezeichnen kann. Er besteht zu großen Teilen aus Carbonfasern, die mit Wasserkraft hergestellt werden, ist dadurch besonders leicht (ab 1245 kg), und die Energie für seine Produktion im Werk Leipzig stammt von Windrädern. Da muss nur noch der Strom für die Akkus aus einer nachhaltigen Quelle stammen.

Apropos: Die Lithium-Ionen-Akkus sind jetzt 94 Ah/33 kWh groß, was beim i3s für eine NEFZ-Reichweite von 280 Kilometer reicht, bzw. 235 bis 245 Kilometer nach dem realistischeren WLTP-Zyklus.

Nun also der volle Spaß!
Sein auf Sport getrimmtes Fahrwerk lässt den BMW i3s nun vollends zum Spaßgerät für die Stadt werden, aber auch außerhalb macht er jetzt den Eindruck, als würde ihm schnelle Kurven selbst Spaß machen. Der Komfort muss da etwas in den Hintergrund treten, das Fahrwerk ist relativ hart. Kleiner Nachteil in der Stadt: Der i3s hat mit 10,31 Meter einen um knapp einen halben Meter größeren Wendekreis.

Das modifizierte Front- und Heck-Design sowie schwarze Radhauseinfassungen unterstreichen die Breite des Fahrzeugs ganz bewusst, schließlich stehen die Räder ja auch weiter auseinander als bei der Standardversion. Außerdem sind für den i3s 20-Zoll-Räder erhältlich, die zwei Zentimeter breiter sind als die bisher verfügbaren (175/55 vorn, 195/50 hinten).

Dank der leichten Leistungsspritze schafft der BMW i3s den Sprint auf 100 km/h in 6,9 Sekunden und damit vier Zehntel schneller als die Standardausführung. Außerdem regelt er erst bei 160 statt bereits bei 150 km/h ab. Neu ist auch die optimierte Steuerung des DSC, die direkt am Elektromotor ansetzt und dadurch eine praktisch verzögerungsfreie Reaktion ermöglicht.

Der BMW i3s ist ab 42.050 Euro zu haben, der Standard-i3 ab 38.400, beide mit der 94-Ah-Batterie. Gegen rund 5000 Euro Aufpreis sind beide mit Range Extender erhältlich.

Unterm Strich
In Zeiten, da 2,5 Tonnen schwere Elektroautos als umweltfreundlich gelten, kann man das Konzept des BMW i3 nicht hoch genug schätzen, dr rundherum, innen wie außen auf Nachhaltigkeit setzt. Dass es nun auch noch eine fahrspaßoptimierte Ausführung gibt, werden aktive Autofahrer sehr begrüßen.

Warum?

  • Echt umweltfreundlich
  • Fahrverhalten und Fahrleistungen passen jetzt zusammen

Warum nicht?

  • Leichte Einbußen beim Komfort

Oder vielleicht …

… tut's doch die Standardversion?

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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