Di, 17. Juli 2018

125.000 Euro

03.11.2017 12:00

Gelder veruntreut: Ex-Polizeimitarbeiter im Visier

Mittlerweile pensionierte Mitarbeiter des Polizeikommissariats Wiener Neustadt sollen in einen Skandal rund um die Polizeikassa, illegal vergebene Waffenpässe und falsch verrechnete Überstunden verwickelt sein. Die Staatsanwaltschaft untersucht bereits die Vorwürfe und hat derzeit sechs Verdächtige ausgemacht. Anonyme Schreiben brachten die Ermittlungen ins Rollen.

Eine Anzeige gegen Stadthauptmann Anton Aichinger wegen eines widerrechtlich genehmigten Waffenpasses und ungerechtfertigt ausbezahlter Überstunden hatte die Staatsanwaltschaft bereits im Sommer bezüglich der Polizei Wiener Neustadt hellhörig werden lassen.

Doch beim nächsten schwerwiegenden Fall könnte eine Ex-Mitarbeiterin mehr als 125.000 Euro aus der Amtskassa entwendet haben, wie die "NÖN" berichtete. Zunächst wurde laut Staatsanwaltschaft nur eine gewisse Rosa P. ins Visier genommen, jetzt werden die Ermittlungen auf weitere vier Beamte ausgeweitet - für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Anonymes Schreiben
In einem anonymen Schreiben, gezeichnet von einer "aufgebrachten Bürgerin", wird vermutet, dass die Hauptverdächtige - sie ist mittlerweile in Pension - als Personalvertreterin jahrelang beste Verbindungen ins Innenministerium hatte und dadurch unbehelligt blieb. Die Staatsanwaltschaft will bis Jahresende erste Erkenntnisse veröffentlichen. Die Ermittlungen stünden "erst ganz am Anfang", sagte Anwalt Erich Habitzl dem ORF Niederösterreich.

Kronen Zeitung

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