Di, 19. Juni 2018

"Stirb!"

06.09.2017 10:34

Twitter sperrt Nutzer, weil er Gelse drohte

Twitter mach toffenbar ernst im Kampf gegen Drohungen, Hass und Beleidigungen auf seiner Seite. Vielleicht sogar zu ernst, wie der Fall eines japanischen Nutzers zeigt: Weil dieser einer Gelse in einem Tweet mit dem Tod drohte, wurde seine Konto bei dem Kurznachrichtendienst kurzerhand gesperrt.

Twitter-Nutzer @nemuismywife hatte eigentlich nur in alle Ruhe fernschauen wollen, als er wiederholt von einer Gelse gestochen wurde. Nachdem er das Insekt erschlagen hatte, machte er seinem Ärger auf Twitter Luft: "Wo hast du mich überall gestochen, während ich gerade versuche, mich zu entspannen und fernzusehen? Stirb! (Eigentlich bist du schon tot)", twitterte der Japaner laut einem Bericht der britischen BBC. Seinen Tweet ergänzte er mit dem Bild des Opfers, der erschlagenen Gelse.

Twitter ging das offenbar zu weit. Nur wenig später erhielt @nemuismywife eine Nachricht, in der ihm der Kurznachrichtendienst mitteilte, dass sein Konto gesperrt wurde und auch nicht wieder reaktiviert werden könne. Unklar ist bislang allerdings, ob der fragwürdige Tweet von einem menschlichen Moderator oder einem Algorithmus als Drohung und damit Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Twitter eingestuft wurde.

Der Kurznachrichtendienst hatte erst im März erklärt, sich künftig nicht mehr ausschließlich auf Beschwerden der Nutzer zu verlassen, sondern typisches missbräuchliches Verhalten künftig auch mittels Algorithmen erkennen zu wollen.

 krone.at
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