29.04.2017 16:51 |

Erhöhte Nachfrage

Betreuungsplätze für Kleinkinder sind heiß begehrt

Viele Bürgermeister in Kärnten kommen derzeit ganz schön ins Schwitzen. Denn die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kleinkinder nimmt deutlich zu. Ursache ist jedoch kein Boom bei den Geburten, sondern das neue Arbeitsrecht: Viele Eltern wollen nach der Karenz nämlich möglichst rasch zu ihrem Job zurückkehren.

Alles andere als ein "Kindergeburtstag" ist das, was sich heuer allein in der Gemeinde Maria Saal abspielt.

"Wir betreuen 15 Kleinkinder in der Kindertagesstätte des Hilfswerkes, für den Herbst gibt es bereits 20 weitere Anmeldungen. Daher werden wir das Gebäude ausbauen, damit wir eine zweite Gruppe unterbringen", so Bürgermeister Anton Schmidt, der auch den Grund für den Anstieg kennen will: "Weil Eltern immer früher arbeiten gehen!"

Dieser Trend wird bei der Arbeiterkammer schon länger beobachtet. "Viele Eltern wollen aufgrund des zunehmenden Drucks in der Arbeitswelt nicht lange daheim bleiben, weil sie fürchten, den Anschluss zu verlieren", meint AK-Expertin Michaela Eigner-Pichler.

Mit dem neuen Bundesgesetz werde sich der Trend verstärken. Eigner-Pichler: "Bisher war es ja so, dass Mütter länger zuhause geblieben sind, wenn der Wunsch da war, mehr als ein Kind zu bekommen. Jetzt kann es passieren, dass man um wichtige Ansprüche umfällt, wenn man im zweiten Jahr daheim wieder schwanger wird - und dazwischen nicht gearbeitet hat."

Laut Auskunft des Landes befinden sich heuer bereits 2817 Kleinkinder (bis drei Jahre) in Betreuung - in Zukunft werden es wohl noch mehr werden. "Darum arbeiten wir ständig an Verbesserungen, um die Familien zu entlasten", betont LH Peter Kaiser. So habe man seit 2013 bereits 1210 zusätzliche Plätze geschaffen.

Christian Rosenzopf, Kärntner Krone

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