28.04.2017 16:59 |

Laut Medienberichten

Aktivisten aus Österreich auf Lesbos festgenommen

Die griechische Polizei hat am Freitag ein besetztes Gebäude auf der Insel Lesbos geräumt und dabei mehrere Migranten sowie Aktivisten festgenommen, darunter angeblich auch Österreicher. Im Außenministerium konnte der Bericht über die Festnahme eines oder mehrerer Österreicher bislang nicht bestätigt werden.

Laut den griechischen Medienberichten wurden 23 Migranten aus Afghanistan, dem Iran, dem Irak und Pakistan festgenommen. Zudem seien sechs Deutsche, zwei US-Amerikaner sowie Aktivisten aus Österreich, Spanien, und Griechenland festgenommen worden. Aus dem österreichischen Außenministerium hieß es, die Botschaft in Athen habe Kontakt zu den griechischen Sicherheitsbehörden aufgenommen. Es gebe jedoch vorerst keine Erkenntnisse, ob sich unter den Festgenommenen auch Österreicher befinden.

Die Organisation "No Border Kitchen" teilte auf Twitter mit, dass das Gebäude in der Früh geräumt worden sei. "Alle im Gebäude wurden festgenommen und auf Polizeistation in (der Inselhauptstadt) Mytilini gebracht", hieß es in dem Tweet.

Die Polizei ließ die Festgenommenen offenbar aber sukzessive wieder frei, wie "No Border Kitchen" später ebenfalls über ihren Twitter-Account mitteilte. "Die Leute werden jetzt langsam freigelassen. Die Leute werden angeklagt und sollen sich in fünf Monaten bei Gericht melden."

Die Aktivisten von "No Border Kitchen" hielten seit Monaten ein altes und seit Jahren verlassenes Gebäude einer Bank besetzt und hatten es zu einer Art wildem Flüchtlingslager verwandelt.

Bereits am Vortag hatte der Stadtrat der Inselhauptstadt Mytilini gegen eine von verschiedenen Aktivisten organisierte Aktion protestiert. Diese hatten am Mittwochabend vorübergehend die Hafeneinfahrt von Mytilini blockiert und Reisende daran gehindert, aus Lesbos abzureisen. Dies werde nicht mehr geduldet, hieß es in der Erklärung des Stadtrates von Mytilini.

Auf Lesbos harren zurzeit knapp 4000 Flüchtlinge und Migranten aus.

 krone.at
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