06.04.2017 08:39 |

Mit Bilderkennung

Facebook geht schärfer gegen Rache-Pornos vor

Facebook verschärft das Vorgehen gegen sogenannte Rache-Pornos: Intime Fotos, die von betroffenen Nutzern gemeldet werden, sollen künftig mittels Bilderkennungssoftware erfasst werden, damit sie nicht mehr weiterverbreitet werden können, kündigte das soziale Netzwerk am Mittwoch an.

Das werde übergreifend nicht nur für Facebook, sondern auch den Facebook Messenger sowie für die Foto-Plattform Instagram gelten, sagte die zuständige Facebook-Managerin Antigone Davis. Der ebenfalls zu Facebook gehörende Messaging-Dienst WhatsApp bleibt vorerst außen vor, man werde es aber für die Zukunft prüfen.

Rache-Porno-Fotos sollen demnach künftig über einen Button gemeldet werden können. Eine Bilderkennungssoftware erstellt daraufhin eine Art "digitalen Fingerabdruck" von der Aufnahme, damit spätere Versuche, es zu teilen, unterbunden werden.

Software soll auch abgeänderte Versionen erkennen
Die Software sei auch gut darin, die Fotos immer noch zu erkennen, wenn sie abgeändert worden seien, sagte Davis. Nach bereits möglicherweise weiterverbreiteten Bildern wird unterdessen nicht gesucht, sie müssen nach wie vor von den Nutzern gemeldet werden.

Die Hinweise der Betroffenen werden laut Facebook von "speziell ausgebildeten" Prüfern "mit Priorität" ausgewertet. Die Profile, die beim Veröffentlichen und Teilen von "Revenge Porn" erwischt werden, würden "in den meisten Fällen" blockiert, ihre Besitzer könnten das aber anfechten.

 krone.at
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