Radstar Tadej Pogacar nimmt am Samstag den nächsten Anlauf, endlich auch den Klassiker Mailand-Sanremo zu gewinnen. Knackpunkte werden wieder die Anstiege Cipressa und Poggio in der Schlussphase der fast 300 km sein, in denen Pogacar seinen mutmaßlichen Hauptkonkurrenten Mathieu van der Poel abschütteln muss. Denn im Zielsprint auf der flachen Via Roma hat er gegen den Niederländer schlechte Karten. Im Vorjahr gewann Van der Poel den Spurt vor Filippo Ganna und Pogacar.
Auch 2024 war Pogacar in Sanremo Dritter geworden, in den beiden Jahren davor Vierter bzw. Fünfter. „Es ist kein Geheimnis, dass ich Mailand-Sanremo unbedingt gewinnen möchte. Die Konkurrenz wird wie immer groß sein, aber das sind wir gewohnt“, sagte Pogacar. Wie die „Primavera“ fehlt auch Paris-Roubaix noch in der großen Siegessammlung des zweimaligen Weltmeisters und vierfachen Tour-de-France-Gewinners.
Großschartner und Gogl als Helfer der Topstars
Viel wird beim ersten großen Klassiker des Jahres von der Vorarbeit der Pogacar-Teamkollegen um Felix Großschartner abhängen. Der wichtigste Helfer des Slowenen im UAE-Aufgebot in der Schlussphase mit den beiden Hochgeschwindigkeitsanstiegen wird der heuer bereits mehrfach groß auftrumpfende Isaac del Toro sein. Der Mexikaner hat in der Vorwoche den Tirreno-Adriatico gewonnen, bei dem sich aber auch Van der Poel mit zwei Etappensiegen in Topform präsentierte. Am Samstag wird der Niederländer im Alpecin-Aufgebot unter anderem von Michael Gogl unterstützt.
Pogacar gewann vor zwei Wochen bei seinem Saisoneinstieg den Schotterklassiker Strade Bianche nach langer Solofahrt erneut überlegen. „Das Team war dort außergewöhnlich, und wenn wir diese Leistung wiederholen können, ist alles möglich“, so Pogacar vor seinem sechsten Antreten bei Mailand-Sanremo.
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