Mo, 23. Juli 2018

Flüchtlingskrise

21.10.2016 15:56

Rotes Kreuz wartete monatelang auf Geld

Was Hunderte Rotkreuz-Helfer vor einem Jahr in der Steiermark leisteten, ist sensationell: Von 5. September 2015 bis 31. März 2016 wurden gut 330.000 Flüchtlinge in unserem Bundesland betreut, Tausende freiwillige Dienststunden dabei geleistet. Doch erst vor kurzem ersetzte der Bund der Organisation entstandene Kosten

Heute vor einem Jahr war Ausnahmezustand im Steirerland: "Spielfelder Grenze versinkt im Chaos" titelte die "Krone", nachdem Tausende Flüchtlinge binnen weniger Stunden in der Steiermark angekommen waren. "Zeitweise waren es 10.000 pro Tag", erinnert man sich beim Roten Kreuz, das damals im Großeinsatz stand. Bis zum 31. März 2016, dem Tag, als die Hilfe offiziell eingestellt werden konnte, wurden in unserem Bundesland sage und schreibe 330.000 Flüchtlinge medizinisch betreut und mit Essen versorgt:  etwa mit 1,5 Millionen Snacks, 85.000 Äpfeln, 150 Tonnen Bananen und stillem Mineralwasser.

Doch auf den vom Bund versprochenen Kostenersatz musste man lange warten - satte zwei Millionen Euro blieb das Ministerium der Blaulichtorganisation, die bereits um ihre Liquidität fürchtete, schuldig.

Nun ist der Streit, der sich über Monate gezogen hatte, endlich beigelegt: Wie Landesgeschäftsführer Andreas Jaklitsch bestätigt, ist mittlerweile die letzte Restzahlung eingelangt, "damit wurden all unsere Leistungen vollständig bezahlt".

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