Mi, 18. Juli 2018

Nach Mega-Datenraub:

21.10.2016 09:44

Verizon will Preis für Yahoo-Übernahme drücken

Der US-Telekomkonzern Verizon signalisiert wegen des Datenklaus bei Yahoo harte Nachverhandlungen über die vereinbarte Übernahme. Derzeit werde noch geprüft, was der Vorgang für die Transaktion bedeute, sagte Verizon-Finanzchef Francis Shammo.

Es sei zwar noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Klar sei aber, dass der Datendiebstahl bei Yahoo "einen erheblichen Einfluss" auf den Deal haben werde.

Vereinbarter Kaufpreis: 4,8 Milliarden Dollar
Verizon hatte mit dem Konzern vereinbart, dessen Kerngeschäft für 4,8 Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) zu kaufen. Nach Vertragsabschluss kam heraus, dass bei einem beispiellosen Hackerangriff bereits 2014 mindestens 500 Millionen Yahoo-Nutzerkonten gehackt worden waren. Analysten gehen davon aus, dass Verizon deswegen versuchen wird, den Kaufpreis zu drücken.

Der Telekomriese steht in seinem Kerngeschäft - dem Mobilfunk - unter Druck. Kleinere Konkurrenten wie die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile und Sprint machen dem Konzern mit einem Preiskrieg Kunden abspenstig. Verizons Umsatz schrumpfte deshalb im dritten Quartal um 6,7 Prozent auf knapp 31 Milliarden Dollar, womit die Markterwartungen verfehlt wurden.

Verizon sucht neue Geschäftsfelder
Wegen der verschärften Konkurrenz schaut sich der Konzern nach anderen Geschäftsfeldern um und hat dabei Yahoo ins Visier genommen. Der Internetpionier konnte im abgelaufenen Quartal Gewinn und Umsatz überraschend deutlich steigern. Das deutete darauf hin, dass dem Unternehmen die Kunden nach Bekanntwerden des Datenklaus zumindest nicht sofort in Scharen davongelaufen sind.

An der Wall Street tendierten Yahoo-Aktien ein Prozent im Minus. Verizons Zwischenbericht wurde von den Anlegern mit Enttäuschung aufgenommen: Der Kurs lag zwei Prozent tiefer.

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