27.09.2016 08:59 |

Keine Beweise

Hundezüchter soll zum Training Fuchs gequält haben

Dass angehende Jagdhunde ein spezielles Training brauchen, um später im Gelände richtig zu handeln, ist klar. Doch wie weit gehen dabei die Trainer? Manchmal zu weit, ist ein Innsbrucker Staatsanwalt überzeugt und klagte einen Hundezüchter (74) an: Er soll einen Terrier auf einen lebenden Fuchs gehetzt haben. Freispruch.

Als Anwohner des Tierzüchters heuer im Frühjahr einen lebendigen Fuchs im Gehege des 74-Jährigen sahen, schlugen sie Alarm. Und tatsächlich: Im gut 30 Quadratmeter großen Auslauf war das Tier, das dann aber das Weite suchte. Durch wen, ist unklar. Ebenso, warum das Tier im Gehege des Züchters war. Böse Zungen vermuteten, dass der Jagdhundeausbilder seinen tierischen Nachwuchs an lebendigen Füchsen üben lässt.

Fuchs abgeblich selbst ins Gehege geraten
"Absolut falsch", erklärte der betroffene 74-Jährige gestern am Innsbrucker Landesgericht, "ich lasse nur an toten Tieren üben", sagte er zu Richter Norbert Hofer. Der Fuchs dürfte unabsichtlich ins Gehege geraten sein, vermutete der Züchter, er habe ihn da weder hinein- noch hinausgelassen: "Ich habe kein Tier gesehen."

Freispruch aus Mangel an Beweisen
Nachbarn beteuerten zwar anderes, doch dass der Fuchs zum Training gequält wurde, konnte niemand bestätigen. "Es gibt zwar die Vermutung, aber keinen Beweis, dass sie einen ihrer Hunde auf den Fuchs hetzten", sagte Hofer. Er fällte einen Freispruch.

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