Mo, 20. August 2018

Mysteriöse Wunden

27.07.2016 08:50

Leiche in Grazer Wohnung - Gewaltverbrechen?

Durch ein angelehntes Fenster stieg ein Grazer am Montag bei einem Bekannten ein. Dessen Mutter (85) hatte Alarm geschlagen, weil er sich nicht meldete. In der Wohnung herrschte Chaos. Dann die schlimme Entdeckung: Der 59-Jährige war tot. Die Mordgruppe wurde eingeschaltet, die Leiche beschlagnahmt.

Seit Freitag hatte die 85-Jährige nichts mehr von ihrem Sohn gehört, ihn auch nicht erreichen können. Weil sie sich große Sorgen machte, bat sie einen Bekannten (56) in dessen Wohnung am Dominikanerriegel nachzusehen.

59-Jähriger lag leblos im Bett, Wohnung verwüstet
Weil die Haustüre versperrt war, stieg der Pensionist durch ein angelehntes Fenster in die Wohnung ein. Im Schlafzimmer entdeckte er dann seinen Freund, der leblos am Rücken quer über das Bett lag. Der geschockte 56-Jährige alarmierte die Rettung, doch der Notarzt konnte nichts mehr für den Grazer tun. Der 59-Jährige dürfte schon mehrere Stunden lang tot gewesen sein.

Da der Verstorbene aber auffallende Verletzungen aufwies (Hämatome an den Augen, eine Schnittwunde auf der Nase) und es in der Wohnung aussah, als ob ein Kampf stattgefunden hatte, wurde die Mordgruppe alarmiert. Der Staatsanwalt ordnete umgehend eine Obduktion der Leiche an.

Natürlicher Tod
Am Dienstagnachmittag stellte sich dann heraus, dass der Pensionist eines natürlichen Todes gestorben war, was auf "Steirerkrone"-Nachfrage seitens der Staatsanwaltschaft Graz bestätigt wurde.

Der 59-Jährige litt an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, war letztlich aber an einem Herzinfarkt gestorben. Die auffallenden Verletzungen und das Chaos in der Wohnung dürften auf ein Sturzgeschehen im Todeskampf zurückzuführen sein…

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