So, 16. Dezember 2018

Nach Skandalen

08.07.2016 09:23

Windhundrennen in New South Wales wurden verboten

Nach einer Reihe von Skandalen will der australische Bundesstaat New South Wales die auf dem Kontinent sehr beliebten Windhundrennen verbieten. Ab 1. Juli kommenden Jahres sollten keine Rennen mehr stattfinden dürfen, kündigte Regierungschef Mike Baird am Donnerstag an. "Wir können und werden die weit verbreitete und systemische Misshandlung von Tieren nicht weiter zulassen."

New South Wales ist der erste australische Bundesstaat, der Windhundrennen verbietet. Die Wettbewerbe mit den hochgezüchteten Tieren erfreuen sich in Australien großer Beliebtheit, entsprechend mächtig ist das Gewerbe rundherum. Dieses wurde jedoch von mehreren Skandalen erschüttert. So hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunksender ABC im vergangenen Jahr ans Licht gebracht, dass trotz des Verbots von lebenden Ködern doch Ferkel, Kaninchen und Opossums eingesetzt wurden, um Windhunde zu trainieren.

Massentötungen von Hunde und lebende Köder
Traditionell jagen Windhunde Hasen- oder Kaninchenattrappen. Den Enthüllungen von ABC über echte Tiere als Köder folgten Razzien in Windhund-Betrieben in New South Wales, Victoria und Queensland. Bei einer Untersuchung in New South Wales - dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat - wurde nicht nur der Einsatz lebendiger Köder bestätigt, wie Baird sagte. Zudem fanden die Ermittler heraus, dass Windhunde, die für zu langsam befunden wurden, massenweise getötet wurden. Ferner wurde die Öffentlichkeit systematisch über die Zahl der toten und verletzten Tiere getäuscht.

Großer Wirtschaftszweig bricht weg
Beim Verbot der Windhundrennen habe die Verwaltung auch berücksichtigen müssen, dass das Gewerbe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei, sagte Baird. So seien allein in New South Wales mehr als tausend Menschen in der Branche beschäftigt, die Millionen Dollar generiere. Zudem stellten Hunderennen eine soziale Komponente dar. Nach Abwägung aller Faktoren habe jedoch das Negative überwogen.

Gewerbe spricht von "extrem traurigen Tag"
Das Windhundgewerbe in New South Wales sprach von einem "extrem traurigen Tag". Es gebe in dem Bundesstaat "viele tausend verantwortungsvolle" Menschen, die ihre Windhunde "wie Familie" behandelten. Diese seien bestürzt über die Berichte über "völlig inakzeptable und unmenschliche Praktiken" bei Windhundrennen. Die Hauptstadtregion Australian Capital Territory erklärte inzwischen, sie werde dem Vorbild von New South Wales vermutlich folgen. Dort ist der Sport jedoch weitaus weniger verbreitet.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Spanische Siege
Barca-Verfolger Real und Atletico siegen knapp
Fußball International
Deutsche Bundesliga
2:1 gegen Werder! Dortmund ist Herbstmeister
Fußball International
Drama um Gentner
Vater von Stuttgart-Kapitän im Stadion gestorben
Fußball International
Bei Partizan-Spiel
Linienrichter mit etwa 100 Schneebällen beworfen!
Fußball International
Trotz SVM-Aufbäumens
Mattersburg-K.-o.! LASK bleibt zu Hause eine Macht
Fußball National
„War folgenschwer“
Unheimlich! Gisin schrieb vor Sturz von Kitz-Crash
Wintersport
18. Bundesliga-Runde
Sturm gewinnt gegen die Admira mit 3:0
Fußball National
Weltfußballer
Modric: „Das war nicht fair von Messi und Ronaldo“
Fußball International
Premier League
Tottenham siegt dank spätem Eriksen-Treffer
Fußball International
Brüggler & Angerer top
Rodeln: Zwei Doppelsitzer-Führende nach erstem Tag
Wintersport
Auch Treichl im Top 10
Maier und Beierl Weltcup-Sechste in Winterberg
Wintersport
Gregoritsch trifft
Hammer-Alaba und die Bayern sind zurück!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.