08.02.2016 07:40 |

Pühringer fordert:

Mit Marokkaner-Problem "muss Schluss sein"

Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer macht die seit Wochen angespannte Lage am Linzer Hauptbahnhof jetzt auch zum politischen Thema: Er sagt, dass mit den gewalttätigen Übergriffen durch eine "kleine Gruppe von Marokkanern" jetzt Schluss sein müsse. "Das sind wir jenen schuldig, die unsere Hilfe brauchen!" Mit verdeckten Ermittlern will die Polizei jetzt verstärkt gegen die Gruppierung vorgehen.

Mit dem Landeshauptmann meldet sich nun ein Spitzenpolitiker zu den Randalen am Linzer Bahnhof zu Wort. Pühringer schreibt in einer Stellungnahme auf Facebook: "Eine kleine Gruppe von Marokkanern gefährdet unsere Polizistinnen und Polizisten und schürt die Ablehnung gegenüber allen Flüchtlingen. Damit muss Schluss sein." Und weiter: "Das sind wir auch jenen schuldig, die unsere Hilfe brauchen und mit den besten Absichten zu uns kommen."

Der Landeshauptmann reagiert damit auf die Zustände, die den Bahnhof in den vergangenen Wochen zur "Gefahrenzone" gemacht haben. 40 junge Marokkaner sorgen dort für große Probleme. Fast täglich gibt es Schlägereien, ständig werden Fahrgäste der ÖBB angepöbelt. Auch Flüchtlinge, die im Gegensatz zu den Marokkanern eine echte Chance auf Asyl in unserem Land haben, leiden darunter.

Polizei schickt auch Zivilermittler auf Streife
Die Polizei reagierte und schickt mehr Beamte auf Streife, auch die Inspektion Hauptbahnhof wurde personell aufgestockt. "Wir werden alles tun, damit die Sicherheit gewährleistet bleibt. Bahngäste sollen keine Angst haben müssen. Am Linzer Hauptbahnhof darf keine Suchtgiftszene entstehen" - mit verdeckten Ermittlern der Einsatzgruppe EGS will Landespolizeidirektor Andreas Pilsl jetzt den Druck auf die Marokkaner in Linz verstärken.

"Wir haben zu den 40 Beamten in der Polizeiinspektion Bahnhof zehn weitere Kollegen bereitgestellt. Neu setzen wir nun auch verdeckte Ermittler der EGS ein. Beamten in Uniform weichen die Marokkaner aus, die EGS kriegen sie aber erst im letzten Moment mit", so Pilsl. Das Marokkaner-Problem könne aber keinesfalls alleine von der Polizei gelöst werden: "Die Abschiebung in ihre Heimat ist das zentrale Element. Da muss die Politik im Rahmen der EU endlich Flagge zeigen."

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