Fr, 17. August 2018

Rettende Idee?

27.01.2016 12:15

Twitter zeigt nur mehr unwichtigen Nutzern Werbung

Der Kurznachrichtendienst Twitter testet ein Zweiklassen-System bei der Auslieferung von Reklame. Wer prominent genug ist und einen großen Kreis sogenannter Follower erreicht, bekommt keine Werbung zu sehen. Wer wegen seiner geringen Follower-Zahl als unwichtig erachtet wird, muss dagegen Werbe-Tweets erdulden.

Twitter hat bei einer Handvoll Nutzern, die der Dienst wegen ihrer großen Follower-Zahl und großer Aktivität als besonders wichtig und prominent erachtet, die Anzeige von Werbe-Tweets reduziert oder komplett deaktiviert, berichtet der Branchendienst "Recode".

Twitter will Promi-Nutzer an sich binden
Das Zweiklassen-System bei der Werbung hat offenbar den Zweck, populäre Twitter-Nutzer dazu zu bewegen, den Dienst weiter zu nutzen. Wie viele Follower es braucht, um zu den privilegierten Nutzern zu zählen, die keine Werbung sehen, ist nicht bekannt. Dem Bericht zufolge ist man mit 70.000 Followern aber auf der sicheren Seite.

Eine Zahl, die für österreichische Nutzer schwer zu erreichen ist. Hierzulande fristet Twitter neben Facebook ein Schattendasein. Während dem Analysedienst "Social Media Radar" zufolge rund 3,5 Millionen Österreicher ein Facebook-Konto haben, sind nur 140.000 auf Twitter angemeldet. Die Zahl der aktiven Nutzer wird auf 75.000 geschätzt.

Twitter kämpft mit massiven Problemen
Der Versuch mit der Zweiklassen-Werbung dürfte Teil der Bemühungen des im Juli an die Konzernspitze zurückgekehrten Twitter-Mitgründers Jack Dorsey sein, das mit einer Wachstumsflaute kämpfende Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Twitter hatte zuletzt zwar höhere Werbeeinnahmen als erwartet erzielt, ist aber noch lang nicht rentabel. Die Aktionäre sind entsprechend besorgt.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten haben Twitter mittlerweile - zumindest außerhalb des Silicon Valley - in Verruf gebracht und zuletzt zu einem Manager-Exodus geführt. Erst vor wenigen Tagen kehrten vier Top-Manager Twitter den Rücken, seit Ende 2014 wurde mehr als die Hälfte aller Führungskräfte ausgetauscht.

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