01.06.2006 17:49 |

Hiobsbotschaft

So mies wird der "Sommer"

Es ist kalt, zu kalt für diese Jahreszeit. Die Österreicher sehnen den Sommer herbei. Doch der lässt – trotz meteorologischem Sommerbeginn am 1. Juni - auf sich warten, wahrscheinlich noch länger. Denn die Langzeitprognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hört sich an wie eine Hiobsbotschaft: Der Sommer wird mies. Der Juni fällt temperaturmäßig unterdurchschnittlich und zu feucht aus. Ein von der Wärme her durchschnittlicher Juli soll noch mehr Regen bringen. Einzig der August dürfte mit höheren Celsius-Werten und weniger Niederschlägen aufwarten.

Zu pessimistisch sollte man diese Aussichten dennoch nicht sehen. Denn laut ZAMG liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Prognose zutrifft, nur bei 50 Prozent. Die letzten Maitage aber sprachen jedenfalls gegen einen heißen Sommer. Sie brachten besonders im Westen Österreichs ungewöhnlich tiefe Temperaturen. So wurde in den vergangenen Jahrzehnten die Höchsttemperatur (gemessen am 30. Mai) von Bregenz (9,2 Grad) nur am 30. Mai 1986 mit 7,8 Grad unterboten.

Die nächsten Tage fallen ins Wasser 
Die kommenden Tage bleiben kühl. Ob Nordströmung, Kaltluftstreifen aus Nordwesten oder Höhentief über dem Mittelmeer, das dann wieder von einer Nordströmung abgelöst wird - das Wetter bleibt schlecht, trotz der Tatsache, dass am 1. Juni der meteorologische Sommer beginnt. Generell sind der Osten und die Alpennordseite benachteiligt, sie bekommen jede Menge Wolken und Regen ab - oberhalb von 1.100 bis 1.600 Metern sogar Schnee.

Besserung lässt auf sich warten 
Erst ab Mittwoch nächster Woche hören die Niederschläge auf und durch die Bewölkung wird ab und zu die Sonne hervor lugen. Dann können die Temperaturen auch wieder bis zu 20 Grad erreichen.

Samstag, 12. Juni 2021
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