Während der 17-jährige Andreas E. von einem Heim zum anderen zog, lebte sein zwölf Jahre älterer Freund Josef L. schon auf der Straße. Beide hatten sich bei Essensausspeisungen kennen gelernt, sind arbeitslos, haben kaum Kontakt zu ihren Müttern und kennen den Vater nicht. Doch das sind nicht alle Gemeinsamkeiten: Die Verdächtigen (für sie gilt die Unschuldsvermutung) sollen seit dem Vorjahr mindestens zehn Straftaten begangen haben.
Die Verbrechens-Serie begann mit einem Überfall auf eine Bank in Wien-Brigittenau. Maskiert und mit einer Pistole bewaffnet, stürmte Josef L. im Mai 2005 in die Filiale. Es folgten mehrere Einbrüche in Fahrradgeschäfte allein oder mit dem 17-Jährigen. Die Auslagenscheiben wurden mit Einkaufswagerln oder Ziegelsteinen zertrümmert. Schließlich raubte der Jugendliche unter "Anleitung" des Älteren heuer mit einer Soft-Gun die Geldbotin einer Supermarkt-Filiale aus.
Und eine weitere Bank in Wien-Floridsdorf, wobei Andreas E. die durch das Alarmpaket rot gefärbten 20.000 Euro allerdings wegwarf. Das Geld von den Überfällen oder den Verkauf der Drahtesel - rund 9.000 Euro verprassten beide für Essen oder Übernachtungen in Stundenhotels.
Von Christoph Budin, Symbolbild










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