18.05.2006 13:17 |

"Mir passiert nichts"

Alle 17 Minuten muss ein Heimwerker ins Spital

Sägen und Hämmern bleiben nicht immer ohne schwerwiegende Folgen. In Österreich verletzt sich alle 17 Minuten ein Heimwerker so schwer, dass er im Spital behandelt werden muss. Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen. Auf das Jahr gerechnet passieren in Österreich rund 40.000 Unfälle beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden, ergab eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit.

Häufigster Unfallhergang ist neben Verletzungen der Hand mit einer Kreissäge (3.300 Unfälle) das Abrutschen der Bohrmaschine mit rund 2.100 Verunfallten. Ungefähr 1.300 Heimwerker verletzen sich die Finger, etwa mit einer Hacke oder Axt.

Die Ursachen: Zwar lesen drei Viertel der Heimwerkenden Gebrauchsanleitungen von Farben, Lacken und Lösungsmittel, aber nur die Hälfte beachtet Anleitungen von Handsägen, Lötgeräten oder elektrischen Heckenscheren. Hinzu kommt die Tatsache, dass beim Lernen der Handhabung von Geräten das Learning by Doing überwiegt –immerhin ist jeder dritte Heimwerker überzeugt, dass beim Heimwerken ohnehin kein Risiko bestehe. Bekannt gefährlich ist auch die Selbstüberschätzung: 70 Prozent der im Krankenhaus behandelten Heimwerker schätzen sich selbst als Profiheimwerker ein.

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