Tausende Österreicher stürmten im Mai die Filialen der Gewerkschaftsbank. Auch Erich und Erika K. aus Wien-Ottakring fehlte damals das Vertrauen: Innerhalb von drei Tagen löste der Mann fünf Sparbücher auf. Erich K. zur "Krone": "Das Geld sollte, wenn ich sterbe, für die Pflege meiner Frau sein."
Doch der zufällig mit gestohlenen (!) Münzen bei der Zählmaschine in derselben BAWAG-Filiale stehende Rumäne Iosif M. beobachtete den 81-Jährigen dabei. Mit seinem Landsmann Ioan S. verfolgte er Erich K. bis nach Hause. Trotz des feigen Überfalls hat der Pensionist seine Fassung nicht verloren: "So ist halt das Leben..."
Ermittler der Kriminaldirektion Wien (Gruppe Borlak/Oberstleutnant Klug) kamen beim Sichten der Überwachungsvideos auf die Spur des ohnehin schon wegen Einbrüchen gesuchten U-Bootes Iosif M. (39). Er sitzt nun in Haft. Sein Raubkomplize Ioan S. (29) und der seit einem Freigang 2004 verschwundene Österreicher Daniel H. - beide wechselseitig mitbeteiligt an 27 Geschäfts- und Tresoreinbrüchen - sind flüchtig.
Das BAWAG-Geld verspielten die beiden Rumänen übrigens im Casino, kauften sich einen Mercedes und eine Wohnung.
Erich Schönauer und Christoph Budin, Kronen Zeitung










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