Gequält und beraubt

BAWAG-Krimi: Überfall geklärt

Österreich
18.08.2006 18:19
385.647 Euro, während des BAWAG-Krimis abgehoben, wurden einem Wiener Pensionisten-Ehepaar geraubt - nach drei Monaten steht der gemeine Überfall nun vor der Klärung! Ein Rumäne ist in Haft, das Geld allerdings weg. Der 81-Jährige und seine Frau (75) hatten aus Angst um ihr Geld Sparbücher aufgelöst.

Tausende Österreicher stürmten im Mai die Filialen der Gewerkschaftsbank. Auch Erich und Erika K. aus Wien-Ottakring fehlte damals das Vertrauen: Innerhalb von drei Tagen löste der Mann fünf Sparbücher auf. Erich K. zur "Krone": "Das Geld sollte, wenn ich sterbe, für die Pflege meiner Frau sein."

Doch der zufällig mit gestohlenen (!) Münzen bei der Zählmaschine in derselben BAWAG-Filiale stehende Rumäne Iosif M. beobachtete den 81-Jährigen dabei. Mit seinem Landsmann Ioan S. verfolgte er Erich K. bis nach Hause. Trotz des feigen Überfalls hat der Pensionist seine Fassung nicht verloren: "So ist halt das Leben..."

Ermittler der Kriminaldirektion Wien (Gruppe Borlak/Oberstleutnant Klug) kamen beim Sichten der Überwachungsvideos auf die Spur des ohnehin schon wegen Einbrüchen gesuchten U-Bootes Iosif M. (39). Er sitzt nun in Haft. Sein Raubkomplize Ioan S. (29) und der seit einem Freigang 2004 verschwundene Österreicher Daniel H. - beide wechselseitig mitbeteiligt an 27 Geschäfts- und Tresoreinbrüchen - sind flüchtig.

Das BAWAG-Geld verspielten die beiden Rumänen übrigens im Casino, kauften sich einen Mercedes und eine Wohnung. 

Erich Schönauer und Christoph Budin, Kronen Zeitung

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