Was ist schon logisch? Die „logische“ Folge, dass die Ära von Stephan Helm als Cheftrainer der Austria nach dem nächsten Dämpfer in Ried zu Ende gehen würde, blieb auf jeden Fall gestern aus!
Die sportliche Seite der Violetten (Mannschaft, Sportvorstand Tomas Zorn) schwört dem Burgenländer weiterhin die Treue. Helm sei nicht der Hauptschuldige für die mittlerweile haarsträubende und kuriose Serie an vermeidbaren Gegentreffern und Niederlagen.
Der Rest der Austria-Familie (weite Teile der Klubführung, der harte Kern der Fans) sieht die Sache spätestens seit dem 2:3 im Innviertel anders. Austria-Fans ließen bereits Sticker mit der Aufschrift „Helm raus“ drucken. Aber, der aktuelle Stand ist: Die Austria will weiter unter Helm „den Bock umstoßen“.
Das könnte wohl nur mit einem Sieg am Freitag in Altach, einem Cup-Aufstieg daheim gegen Hartberg und mit einer Nicht-Niederlage im Derby gegen Rapid gelingen. Deshalb lautete das offizielle Statement aus Wien-Favoriten gestern: „Wir wollen und werden Ruhe bewahren.“
„Das kostet uns Punkte“
Wobei Ruhe aktuell ein relativer Zustand rund um die Austria ist. In diesem Cocktail aus kühlem Kopf und Chaos möchte man endlich das berühmte Momentum auf seine Seite zurückziehen. „Ärgerlich und ungeschickt, wie einfach wir Gegentore bekommen und unsere Chancen nicht nützen“, sagt Helm. „Das kostet uns Punkte und bringt uns auch in eine sehr unangenehme Situation.“
Die wichtigste Erkenntnis für Helm ist aber: „Ich habe auch in Ried eine Mannschaft gesehen, die intakt ist. Jetzt geht es darum, dass wir klar und fokussiert bleiben.“ Immerhin hat Johannes Eggestein seine Torflaute in der Liga beendet, doppelt getroffen. „Das hat der Mannschaft aber leider keine Punkte gebracht. Wir müssen an unserem Defensivverhalten arbeiten, das betrifft von hinten bis vorne alle Spieler.“ Das alles ist auf jeden Fall bisher historisch schlecht: Sechs Austria-Niederlagen in den ersten neun Liga-Runden hatte es davor noch nie gegeben.
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