Im September musste Sofia Goggia ihr Trainingslager aufgrund einer Erkrankung abbrechen – jetzt hat die Italienerin verraten, welches „seltene Virus“ sie plagt und mit welchen Problemen sie weiterhin zu kämpfen hat. Wann sie auf die Piste zurückkehren und in den Weltcup einsteigen kann, ist weiterhin offen.
Eigentlich schien die Saisonvorbereitung für Goggia nach Plan zu laufen, als sie ins Trainingslager nach Argentinien aufgebrochen war. Doch Anfang September klagte die 33-Jährige plötzlich über Erschöpfungsprobleme und musste schließlich vorzeitig aus Südamerika abreisen.
„Plötzlich traten besonders starke, intensive und ungewöhnliche Gelenkschmerzen auf, ganz anders als die üblichen Beschwerden, die ich sonst mit Entzündungshemmern behandeln kann“, gab die Italienerin jetzt gegenüber „Sky Sport“ Einblick in die schwierige Zeit.
Blutwerte brachten Erkenntnis
Ihre Beine seien schwach gewesen und hätten sich unkoordiniert angefühlt, so Goggia, die auch am ganzen Körper zu zittern begann. „Ich konnte keine Treppen steigen und fühlte mich ungewöhnlich müde und erschöpft. Mir wurde beim Gehen klar, dass etwas nicht stimmte.“
Untersuchungen zeigten schließlich, dass sich das Speed-Ass gleich zwei Virusinfektionen eingefangen hatte. „Anhand der Blutwerte stellte man fest, dass ich zuerst von einer infizierten Mücke gestochen wurde und mir das Chikungunya-Virus eingefangen hatte, und dann ... hatte ich mir auch noch das Parvovirus B19 eingefangen, ein sehr seltenes Virus bei Erwachsenen, da es normalerweise nur kleine Kinder befällt, aber alle möglichen Symptome verursacht.“
„Gibt kein Heilmittel“
Seither kämpft Goggia mit den Folgen: „Es gibt kein Heilmittel, ich warte darauf, dass es vorübergeht. Die akute Phase habe ich definitiv überstanden, ich bin jetzt fast am Ende, aber es hinterlässt viele Nachwirkungen.“ Wann genau sie wieder ins Training und schließlich in den Weltcup einsteigen kann, steht deshalb weiterhin nicht fest.
Dennoch hat die Italienerin ihren Kampfgeist nicht verloren. Wenngleich sie einfach nur abwarten könne, lautet die Devise: „Ich werde versuchen, so schnell wie möglich wieder fit zu werden und dann wie immer Vollgas zu geben.“
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