Jetzt ist es offiziell: David Alaba wechselt zum italienischen Klub Udinese Calcio. Das gab der Serie-A-Verein auf Social Media bekannt. Der ÖFB-Star unterschrieb laut ersten Meldungen einen Einjahresvertrag bis Juni 2027.
Bereits am Mittwochvormittag verkündete Transferexperte Fabrizio Romano, es gebe eine mündliche Vereinbarung zwischen Alaba und Udinese. Nur kurz darauf posteten die Italiener ein Foto von einem Klappstuhl – eine klare Anspielung auf den legendären Alaba-Torjubel mit einem solchen bei Reals 3:1-Sieg gegen Paris Saint-Germain im Champions-League-Achtelfinale im Frühjahr 2022, der mittlerweile Kultstatus genießt.
Spätnachts kam der 34-jährige ÖFB-Star schließlich in Fagagna, nahe Udine an, traf dort seinen neuen Trainer Kosta Runjaic. „Da ist er ja! Guten Abend. Die wichtigste Person ist hier. Das freut mich sehr“, grinst der in Wien geborene Deutsche und umarmt David herzlich.
„Ein Champion in Schwarz und Weiß“
Tags darauf schließlich die offizielle Meldung. „Ein Champion in Schwarz und Weiß. David Alaba ist ein neuer Spieler für Udinese Calcio. Erfahrung, Führung und eine Karriere auf den höchsten Ebenen des Weltfußballs. Willkommen in Udine, David“, hieß der Klub den Neuzugang willkommen.
Details zum Vertrag
Noch vor seiner Ankunft in Udine absolvierte Alaba in der Villa Stuart, einer Privatklinik in Rom, den Medizincheck – und das offenbar erfolgreich ...
Langer Transfer-Sommer
Nach seinem Aus bei Real Madrid durchlief Alaba einen anstrengenden Sommer, in dem er mit vielen europäischen Topklubs, US- und auch Saudi-Vereinen in Verbindung gebracht wurde. Auch eine Rückkehr zur Wiener Austria sei im Gespräch gewesen, wie sein Vater George gegenüber der „Krone“ hier im Video bestätigte.

„Ich habe in meiner Karriere viel erlebt und viel gewonnen, aber eines hat sich nicht geändert: Ich will wieder gewinnen. Ich will wieder im Wettkampf stehen. Und ich will wieder etwas Besonderes erreichen. Diese Mentalität bringe ich zu Udinese mit“, freut sich Alaba auf das neue Kapitel. „Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und habe mir selbst noch viel zu beweisen.“
Probleme in der Abwehrkette
Mit seiner Routine soll er nun helfen, die Mannschaft des in Wien geborenen deutschen Trainers Kosta Runjaic zu stabilisieren. Udinese war auf der Suche nach Verstärkung in der Abwehr, da mit dem ehemaligen Salzburg-Profi Oumar Solet und Talent Matteo Palma zwei Verteidiger zuletzt verletzt ausfielen. Zudem war die Defensive in der noch jungen Saison bei elf Gegentoren in fünf Runden eine Schwachstelle, wobei fast die Hälfte davon beim 3:5 gegen Meister Inter fielen. Vier Punkte aus fünf Spielen und Rang 13 sind die Ausbeute bisher.
„Natürlich möchte ich meine Erfahrung in die Kabine einbringen, Verantwortung übernehmen und helfen, wo immer es geht, besonders den jüngeren Spielern. Ich komme aber nicht hierher, um nur der erfahrene Spieler im Team zu sein, und ich komme definitiv nicht, um meine Karriere hier zu beenden. Dafür bin ich noch zu ehrgeizig und glaube fest an meine Fähigkeiten auf dem Platz. Ich möchte mich weiterentwickeln, Woche für Woche in der Serie A Höchstleistungen bringen und etwas erreichen“, betonte Alaba.
Ich komme aber nicht hierher, um nur der erfahrene Spieler im Team zu sein, und ich komme definitiv nicht, um meine Karriere hier zu beenden.

David Alaba
Bild: GEPA
Im aktuellen Kader steht mit Sandi Lovric ein ehemaliger ÖFB-Nachwuchsteamspieler, der sich später für Sloweniens A-Team entschied. Der 18-jährige Matteo Palma ist aus ÖFB-Sicht interessant. Der in Berlin geborene Innenverteidiger wäre aufgrund seines Vaters auch für Österreich spielberechtigt. Bisher spielte Palma in Nachwuchs-Auswahlen für Italien und Deutschland.
Alaba als Zeichen der Ambitionen von Udinese
Udineses Mannschaft wird aufgrund ihrer Klubfarben Weiß und Schwarz auch „die kleinen Zebras“ genannt. Eigentümer des Vereins ist der Unternehmer Giampaolo Pozzo. Seit 1995 spielt der Verein durchgehend in der Serie A, 2005 gelang sogar der Einzug in die Champions League. Einen großen nationalen Titel haben die Weiß-Schwarzen bisher nicht gewonnen.
Alaba soll mithelfen, dem näher zu kommen. „Die Verpflichtung von David Alaba ist eine enorme Freude für den gesamten Verein“, betonte Geschäftsführer Franco Collavino. „Wir begrüßen einen etablierten Champion, eine Führungsfigur und einen vorbildlichen Profi. Seine Ankunft demonstriert Udineses Wunsch, zu wachsen, auf höchstem Niveau mitzuhalten und ein immer ambitionierteres Team aufzubauen.“
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