Bis zu 300 Euro pro Monat wird es Arbeitnehmer künftig kosten, wenn ab 2027 auch für elektrische Dienstwagen ein Sachbezug anfällt. Der Obmann des Fuhrparkverbandes Austria, Henning Heise, kritisiert im „Krone“-Interview den Plan der Regierung, der dem Staat auch angesichts der Klimaziele mehr Kosten als Einnahmen bescheren kann.
„Krone“: In Österreich soll nächstes Jahr der Entfall des Sachbezugs für elektrische Dienstautos fallen. Wie wird sich das auf die E-Mobilität und den heimischen Automarkt auswirken?
Henning Heise: Wir haben zuletzt eine Umfrage bei Unternehmen gemacht, die ergab, dass für 77 Prozent die steuerlichen Rahmenbedingungen einen Dienstwagen attraktiv machen. Erst im Vorjahr ist die motorbezogene Versicherungssteuer für E-Autos gekommen, jetzt folgt der Sachbezug. Was ja noch okay wäre, wenn es sich auf künftige Anschaffungen beziehen würde, aber das betrifft ja auch Bestandsfahrzeuge. Das bringt wahnsinnig viel Unsicherheit. Dabei brauchen Unternehmen Planungssicherheit. Gerade bei der E-Mobilität, die ja doch sehr kostenintensiv in der Anschaffung ist. Und auch für die Mitarbeiter ist das schwierig, viele haben für einen Dienstwagen auf Teile ihres Gehalts verzichtet. Jetzt ist das nicht mehr so attraktiv.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.