Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu lässt mit knallharten Vorwürfen gegen Teheran aufhorchen.
„Etwas Unglaubliches ist geschehen: Der Iran hat einen meiner Söhne ins Visier genommen“, sagte Netanyahu in einem Telefoninterview mit dem israelischen Sender Channel 14 am Montag. Der Iran habe „versucht, einen meiner Söhne zu töten“, so der Regierungschef, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Netanyahu tätigte die Äußerung während einer Diskussion über Berichte, wonach der Inlandsgeheimdienst Shin Bet sich geweigert haben soll, den ehemaligen Armeechef Gabi Eisenkot unter Polizeischutz zu stellen. Eisenkot liegt in Umfragen vor der Parlamentswahl am 27. Oktober gleichauf mit Netanyahu.
Polizeischutz „kein Luxus“
Darüber hinaus sprach sich Netanyahu für einen durchgehenden Polizeischutz für Eisenkot aus und erklärte, dies sei „kein Luxus“. „Ohne diesen Schutz werden (die Iraner) Erfolg haben“, meinte er. Netanyahu hat zwei Söhne und eine Tochter. Welcher seiner Söhne angeblich ins Visier genommen wurde, war nicht klar. Sein älterer Sohn, der 35-jährige Jair, hielt sich seit 2024 immer wieder länger in Miami auf und steht Berichten zufolge unter dem Schutz des Shin Bet.
Kurz nach Bekanntwerden der Äußerungen Netanyahus erklärte der bekannte israelische Journalist Amit Segal auf seinem Telegram-Kanal, dass der angebliche Mordanschlag seit „Monaten“ bekannt sei, aber einer Nachrichtensperre unterliege.
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