Von den bisherigen 20 Duellen mit Sturm Graz hat Austria Lustenau 19 verloren. In Liebenau haben die Grün-Weißen sowieso noch nie einen Punkt geholt. Trotz der Horror-Bilanz wollen Coach Markus Mader und seine Mannschaft bei den Blackies etwas holen.
Vor zwei Wochen gastierten die Lustenauer bereits in Graz-Liebenau, wo es eine unnötige 1:2-Niederlage gegen den GAK setzte. Heute wartet im selben Stadion mit Sturm Graz ein wesentlich härterer Brocken auf die Elf von Markus Mader, die im Spiel gegen den Europa League-Teilnehmer eigentlich nur überraschen kann. Nicht umsonst betont der Lustenau-Coach, dass Sturm über unglaubliche individuelle Qualität im Kader verfügt. Bestes Beispiel ist der 1,92 Meter große deutsche U-21-Teamspieler Nelson Weiper, dessen Marktwert mit sieben Millionen Euro höher ist, als die gesamte Lustenauer Mannschaft, die mit 5,43 Millionen taxiert wird. Der bullige Mittelstürmer wurde vom Bundesligisten Mainz ausgeliehen.
Zum Shooting-Star der „Blackies“ avancierte der russische Torhüter Daniil Khudyakov, der seit Wochen überragend hält und unter anderem auch gegen Altach mit Glanzparaden die Null fixierte. Zudem ist das Team von Fabio Ingolitsch seit 16 Bundesligaspielen unbesiegt, im eigenen Stadion hat man die letzten zehn Partien nicht mehr verloren.
Lustenauer Jugend
Trotz dieser eindrucksvollen Zahlen und der klaren Außenseiterrolle ist es der Anspruch der Austria, etwas Zählbares aus Graz mitzunehmen. Sollte dies gelingen, wäre es das erste Mal, dass Lustenau auswärts bei Sturm etwas mitnimmt. „Wir wollen uns auf gar keinen Fall verstecken“, gibt Trainer Mader die Devise vor. „Kompakt, aggressiv, zielstrebig“, lautet das Austria-Motto in Graz. Der Heimauftritt gegen den WAC macht dabei Mut. „Um bei Sturm bestehen zu können, müssen wir mindestens dieselbe Leistung wie zuletzt abrufen. Wir müssen wieder im Ballbesitz unsere Umschaltmomente nutzen und genauso auftreten wie gegen die Wolfsberger.“ Gegen den WAC vertraute der Trainer einem jungen Team mit einem Durchschnittsalter von 24,63 Jahren und setzte dabei auf das Innenverteidigerduo Chukwu (19) und Pertlwieser (22). Es wäre jedoch durchaus möglich, dass Mader auswärts auf etwas mehr Routine setzt.
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