Er wollte wohl kaum die Schulbank drücken, jener 43-jähriger, gebürtiger Syrer, der Ende Februar in die Polizeischule in Graz-Straßgang einstieg. Nicht der einzige Einbruch, der auf das Konto des Staatenlosen geht. Nächste Woche muss er sich vor dem Straflandesgericht verantworten.
Drei Autohäuser, zwei Wohnungen, zwei Textilunternehmen, eine Mittelschule, eine Installationsfirma, ein Shoppingcenter und die Sicherheitsakademie der steirischen Polizei – insgesamt fast 40.000 Euro beträgt der Schaden, den ein staatenloser, gebürtiger Syrer in Graz zwischen Februar und März 2026 verursacht hat. Meist schritt er mit einem Feuerlöscher ans Werk und schlug die Fensterscheiben ein. In einigen Fällen hebelte er mit unbekannten Werkzeugen die Fenster aus.
Hehler mitangeklagt
Erbeutet wurde hauptsächlich Schmuck, Goldmünzen, Bargeld, Laptops und Handys. Bei einem Autohaus-Einbruch ließ der 43-Jährige, der sich in der Justizanstalt Graz-Jakomini in U-Haft befindet, zudem zwei KFZ-Diagnosegeräte mitgehen. In zwei Fällen blieb es beim Versuch. Mitangeklagt ist ein 47-jähriger Iraner, der für seinen Komplizen als Hehler fungierte.
Der Prozess gegen die beiden Männer findet kommende Woche am Straflandesgericht in Graz statt.
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