Knapp 230 Kinder drehten 1513 Runden durch den Tiroler Ort Stams und sammelten Spendengelder für Mädchen in Kenia. Die Idee dazu stammte von acht Volksschülern – und bewegte ein ganzes Dorf.
Was für eine starke Aktion! Rund 230 Kinder und Jugendliche aus Volks- und Mittelschule in Stams schnürten am Mittwoch ihre Laufschuhe und drehten für den guten Zweck insgesamt unglaubliche 1513 Runden durch das Dorf. Ziel: Geld für den Schulbesuch von Maasai-Mädchen in Kenia sammeln.
Acht Volksschulkinder zündeten die Hilfsaktion
Die Idee dazu kam von acht Kindern der vierten Klasse Volksschule. Nach dem Besuch des Maasai Dan Leken Ole Koyie und seinen bewegenden Erzählungen über das Bildungsprojekt „Esila“ war für die Zehnjährigen klar: „Wir wollen helfen!“
Manchmal dachte ich mir, ich kann nicht mehr, aber dann fiel mir ein, dass wir für Kinder in Kenia laufen – und dann ging es wieder.
Ein Schüler
Gesagt, getan. Die Kinder planten den gesamten Spendenlauf selbst, gestalteten Plakate, organisierten die Strecke, warben in verschiedenen Klassen um Teilnehmer und verkauften sogar Maasai-Schmuck. Exakt um 9 Uhr, nachdem der Sieg von Österreich gegen Jordanien bei der Fußball-WM noch gemeinsam bejubelt wurde, fiel der Startschuss für die 900 Meter lange Runde – gelaufen wurde, solange die Beine mitmachten.
„Manchmal dachte ich mir, ich kann nicht mehr“, erzählte ein Schüler nach den Anstrengungen, „aber dann fiel mir ein, dass wir für Kinder in Kenia laufen – und dann ging es wieder.“
Kinderpower für Bildung in Kenia begeistert alle
Für Stimmung entlang der Strecke sorgten eine Clownin, jubelnde Zuschauer und sogar eine Oma, die die Kinder mit einem Gartenschlauch abkühlte.
Die Freude und der Stolz, der bei den Kindern spürbar war, inspiriert und macht Mut.
Schulleiterin Alexandra Birkner-Neuner
Beeindruckt zeigte sich Projektleiterin Birgitt Drewes: „Dass zehnjährige Kinder eine solche Aktion völlig selbstständig auf die Beine stellen können, ist beeindruckend.“ Auch Schulleiterin Alexandra Birkner-Neuner war überaus begeistert: „Die Freude und der Stolz, der bei den Kindern spürbar war, inspiriert und macht Mut.“
Wie hoch die Spendensumme letztlich ausfallen wird, steht noch nicht fest. Die jungen Organisatoren sammeln nämlich noch Spenden. Das Ergebnis soll in gut zwei Wochen vorliegen. Eines steht aber schon jetzt fest: Die Kinder von Stams haben ein großes Herz – und jede Menge Ausdauer bewiesen.
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