27.08.2014 16:15 |

Knightley & Ruffalo

"Begin Again": Treffen sich zwei Loser in New York

Der Originaltitel beantwortet bereits die Frage, die die "Übersetzung" hierzulande stellt: "Begin Again", in Österreich als "Can A Song Save Your Life?" (Kinostart: 29. August) im Kino, erzählt acht Jahre nach John Carneys Musikfilm-Juwel "Once" vom schicksalhaften Aufeinandertreffen eines abgehalfterten Musikproduzenten und einer scheuen Songwriterin - und verliert dabei an der hollywoodgerechten Aufmachung.

Treffen sich zwei Loser in einer abgefuckten Bar in New York City: kein Witz, sondern unverhoffte Lebenswendung für Ex-Plattenboss Dan (Mark Ruffalo) und Singer-Songwriterin Gretta (Keira Knightley). Dan - pleite, leicht alkoholsüchtig, seiner Ex-Frau Miriam (Catherine Keener) nachtrauernd und die widerspenstige Teenager-Tochter Violet (Hailee Steinfeld) missverstehend - wurde gerade erst von seinem Partner aus der gemeinsamen Plattenfirma rausgeschmissen.

Gretta - als Londonerin neu im Big Apple - wurde soeben von ihrem Freund, dem als Solo-Sänger zum Star avancierenden Dave (Adam Levine), sowohl karriere- als auch liebestechnisch aufs Abstellgleis gestellt.

Ihr Rückflugticket ist schon gebucht, als Dan sie in einer kleinen Bar im East Village einen eigenen Song singen hört - und dabei als jene große Chance erkennt, seine Durststrecke bei der Suche nach potenziell erfolgreichen Acts zu beenden. Durch persönliche Misere ebenso verbunden wie durch die Leidenschaft zur Musik, tun sich die ungleichen Kreativen zusammen und machen sich an die Aufnahme eines improvisierten Albums auf den Straßen New Yorks.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Bereits mit seiner Musikerromanze "Once" traf der irische Regisseur John Carney einen Nerv. In dem Streifen "Can A Song Save Your Life" steuern die von Ruffalo und Knightley glänzend verkörperten Musikpuristen indes auf kein Happy End zu. Vielmehr ist dies die musikalische Variation von "Lost in Translation", die humorig-einfühlsam zeigt, wie sich zwei aus der Bahn geworfene Menschen mithilfe von Idealismus nach Noten wieder auf Spur bringen. Eine zauberhaft gespielte Hymne auf Kreativität - und Wahrhaftigkeit in der Musik. Träumerisch weltfremd, but lovely indeed.

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