GUTEN MORGEN

Trübe Aussichten | Marterbauers „Übergewinne“

Trübe Aussichten. Das war zu befürchten, war zu erwarten: Die am Freitag von Wifo und IHS präsentierten Konjunkturprognosen fallen deutlich unerfreulicher aus als die Erwartungen vor dem Ausbruch des Iran-Krieges. Dieser treibt die Energiepreise in die Höhe und wird so die für heuer erwartete leichte Erholung der Wirtschaft heftig bremsen. Wobei das Wifo beim Wachstum für 2026 mit einem Einbruch um 0,3 Prozent auf plus 0,9 Prozent rechnet, das IHS sogar mit einem Minus von 0,5% auf nur noch 0,5 Prozent. Wobei die Experten andeuten, es könne auch noch wesentlich schlimmer kommen – bis hin zur Stagnation. Wahrlich trübe Aussichten – auch für den Finanzminister, dessen Sparbedarf noch weiter steigen wird.

Marterbauers „Übergewinne“. Freilich hat der Finanzminister auch höhere Einnahmen durch die Spritkrise. Das kommentiert heute in der „Krone“ auch unser Wirtschafts-Doyen Dr. Georg Wailand. Abseits der Realität spiele sich ein Krieg der Worte ab, schreibt er. Im Finanzministerium wittere man „Übergewinne der Mineralölkonzerne und ungerechtfertigte Gewinnspannen“. Wailand dazu: „Ach, so ist das? Nun, wer kassiert da am meisten ab? Welcher Ölmulti gehört als erster an den Preis-Pranger? Her mit den Namen!“ Und er zitiert OMV-Noch-Chef Alfred Stern, der gerade erst gesagt hat, dass kein für das tägliche Leben notwendiges Produkt so hoch besteuert wird wie Treibstoffe. Wenn man für einen Liter Super zum Beispiel 1,70 Euro bezahlt, fließen sofort 90 Cent an den Finanzminister. Wailand schreibt: „Es ist der Staat, der völlig ungeniert von uns allen abkassiert!“ Ja, Finanzminister Marterbauer kassiert als erster „Übergewinne“.

Kommen Sie gut durch den Samstag!

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