Der frühere Justizminister Harald Ofner (FPÖ) ist am Mittwoch im Alter von 93 Jahren gestorben. Er hatte in der Koalition mit der SPÖ von 1983 bis 1987 das Justizressort geleitet. Zudem war Ofner unter anderem Vizebürgermeister in Mödling und niederösterreichischer Landesparteiobmann.
Ab 1979 gehörte er dem Nationalrat an, von 1980 bis 1983 war er Obmann-Stellvertreter des Freiheitlichen Parlamentsklubs. In seiner Ministerzeit wurden unter anderem das Staatsanwaltschafts-, ein neues Suchtgift-Gesetz und das Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz beschlossen. Er sei als Minister „immer auf Konsens aus“ gewesen, berichtete Ofner später, „wir haben immer mit allen verhandelt, bis wir Konsens hatten.“
Ofner war unter anderem auch als Justizsprecher unter Jörg Haider, als Bundesparteiobmann-Stellvertreter und als Vorsitzender der Bundesheer-Beschwerdekommission tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Niederösterreicher das Gymnasium verlassen und Starkstrommonteur gelernt. Später holte er die Matura nach, studierte Jus und wurde Anwalt. Anlässlich seines 70. Geburtstags im Jahr 2002 zog sich Ofner schließlich aus der Politik zurück.
Kickl und Landbauer betroffen
„Mit Dr. Harald Ofner verliert die freiheitliche Familie eine herausragende Persönlichkeit, die sich mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und unerschütterlicher Überzeugung für Recht, Ordnung und die Interessen unserer Heimat eingesetzt hat“, sagte Niederösterreichs FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer. „Mit Harald Ofner verlieren wir einen Mann mit Ecken, Kanten und vor allem einem unzerbrechlichen Rückgrat. In einer Zeit, in der politische Beliebigkeit und charakterlose Anpassung zur Norm geworden sind, verkörperte er das genaue Gegenteil: Standhaftigkeit, Prinzipientreue und einen unerschütterlichen politischen Anstand (...)“, meinte Bundesparteiobmann Herbert Kickl in einer Aussendung.
Die beiden Politiker sprachen den Angehörigen und Weggefährtinnen sowie Weggefährten Ofners ihr Mitgefühl aus. Man werde „stets ein ehrendes Andenken bewahren“.
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